Nun gibt es eine weitere Methode zur Schweißdrüsenentfernung: Zum Einsatz kommt ein Laser. Mit der neuen Behandlungsmethode kann das übermäßige Schwitzen unter den Achseln behandelt werden. Entwickelt wurde diese Form der Behandlung auf der Basis der Saugkürettage und ist eine Variante der klassischen OP.
Die Behandlung mit dem Laser zählt zu den minimal-invasiven Eingriffen bei der Therapie gegen Hyperhidrose, also dem übermäßigem und krankhaftem Schwitzen. Vornehmlich im Bereich der Achseln kann das Gerät zur Entfernung der Schweißdrüsen benutzt werden. Nach einer örtlichen Betäubung wird dem Patienten eine Laserfaser in das Hautareal unter den Achseln eingeführt. Dazu ist ein kleiner Schnitt von knapp 1,5 mm in die Haut notwendig.
Danach wird der Laser aktiviert. Das führt zu einer Erhitzung des umliegenden Gewebes und die Schweißdrüsen werden zerstört. Der Körper transportiert die funktionsunfähigen Zellen ab. Wenige Schweißdrüsen sind nach dem Eingriff in dem behandelten Areal noch vorhanden. Der Eingriff selber erfolgt ambulant.
Die Methode ist schonender als die Ausschabung von Schweißdrüsen bei einer normalen Saugkürettage. Die Nebenwirkungen der OP sind im Vergleich dazu niedriger.
Die Behandlung mit dem Laser ist zunächst auf den Bereich der Achseln beschränkt und für andere Körperstellen nicht praktikabel, beziehungsweise noch nicht erprobt. Die Übernahme der Kosten durch eine Krankenkasse ist ungewiss. Es können wie bei jeder Operation starke Nebenwirkungen und Komplikationen auftreten.
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