Generalisierte Hyperhidrose: Schwitzen am ganzen Körper

Schlimm genug, wenn einem ständig der Schweiß ausbricht – auch bei kühlen Temperaturen. Bei einer generalisierten Hyperhidrose geschieht das auch noch am ganzen Körper. Doch was bedeutet das genau? Worin liegen die Ursachen für die akuten Schweißausbrüche und was kann helfen? Das erfahren Sie hier!

Schwitzen am ganzen Körper – was macht die generalisierte Hyperhidrose aus?

Generalisierte Hyperhidrose: Schwitzen am ganzen Körper

Wenn der ganze Körper von einer krankhaft erhöhten Schweißproduktion betroffen ist, spricht man von einer generalisierten Hyperhidrose. In diesem Fall sind großflächige Körperstellen von akuten Schweißausbrüchen betroffen. Anders als bei der fokalen Hyperhidrose sind die Schweißausbrüche also nicht lokal auf einzelne Körperbereiche beschränkt, wie zum Beispiel die Hände und die Füße.


Von krankhaftem Schwitzen sprechen Ärzte immer dann, wenn die akuten Schweißausbrüche über das erforderliche Maß hinausgehen. Denn Schwitzen ist bis zu einem gewissen Grad normal und sogar notwendig, um den Körper vor Überhitzung zu schützen – daher ist starkes Schwitzen im Sommer und bei Anstrengung in der Regel kein Grund zur Sorge. Sollten Sie dagegen ohne ersichtlichen Grund unter akuten Schweißausbrüchen leiden und dabei möglicherweise auch am ganzen Körper schwitzen, ist zur Abklärung ein Arztbesuch sinnvoll.

Woher stammt meine generalisierte Hyperhidrose?

Bei der generalisierten Hyperhidrose liegt in der Mehrzahl der Fälle die sekundäre Form der Erkrankung vor, eine generalisierte primäre Hyperhidrose ist dagegen eher selten. Doch was bedeutet das konkret?

  • Die primäre Hyperhidrose ist unabhängig von anderen Krankheiten, das heißt, sie geht auf keine Grunderkrankung zurück; die Ursache ist eine Fehlregulation im Nervensystem. Warum manche Menschen daran erkranken und andere nicht, liegt bisher noch im Dunkeln.
  • Bei der sekundären Hyperhidrose finden Ärzte in der Regel eine Erkrankung oder andere körperliche Ursachen für das übermäßige Schwitzen.

Die Liste der möglichen Ursachen für die sekundäre Form ist sehr lang. Dabei kommen Stoffwechselerkrankungen, Infektionen, die Wechseljahre oder Übergewicht ebenso infrage wie bestimmte Medikamente (zum Beispiel Antibiotika), psychische Erkrankungen oder Genussmittel wie Alkohol, Kaffee und Nikotin.

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Was hilft bei Schwitzen am ganzen Körper?

Wenn das Schwitzen am ganzen Körper zum Problem wird, können Betroffene zunächst mit einfachen Maßnahmen und Verhaltensänderungen versuchen, dem entgegenzuwirken. Folgende Tipps lohnen auf jeden Fall einen Versuch:

  • Verzichten Sie probehalber auf Kaffee oder Alkohol – denn beide können starkes Schwitzen fördern.
  • Falls Übergewicht besteht, kann Abnehmen zu einer Verbesserung der Schwitzproblematik beitragen.
  • Trainieren Sie Ihre Schweißdrüsen, zum Beispiel durch Saunagänge oder Kneipp-Anwendungen. Auch regelmäßiger Ausdauersport wie Schwimmen oder Radfahren kann dabei helfen – lieber dreimal in der Woche für 30 Minuten als nur einmal und dafür länger.
  • Suchen Sie im Alltag nach Möglichkeiten, mit Stress umzugehen – denn dabei handelt es sich ebenfalls um einen häufigen Auslöser für starkes Schwitzen.

Daneben hat auch die Kleidung einen Einfluss darauf, wie viel wir schwitzen. Generell gilt, dass Kunstfasern (beispielsweise Nylon) eher das Schwitzen fördern. Wer akute Schweißausbrüche meiden möchte, sollte daher lieber auf atmungsaktive Naturstoffe wie Baumwolle zurückgreifen.

Weitere Tipps gesucht? Erfahren Sie mehr dazu, wie Sie das Schwitzen reduzieren können.

Therapie bei generalisierter Hyperhidrose

Wer damit zu kämpfen hat, am ganzen Körper zu schwitzen, dem stehen leider nicht alle Therapiemöglichkeiten zur Verfügung – denn viele eignen sich nur für die fokale Hyperhidrose, nicht aber für die generalisierte. So sind Deodorants, Antitranspirants und Behandlungen mit Botox® für gewöhnlich nur bei lokal begrenzten Körperbereichen sinnvoll. Auch eine operative Entfernung der Schweißdrüsen ist bei einer generalisierten Hyperhidrose meist keine Lösung.

Auf welche Therapiemaßnahmen können Betroffene dann zurückgreifen? Gegen das Schwitzen am ganzen Körper sind Tabletten oder Tees ein möglicher Behandlungsweg – denn ihre Wirkung beschränkt sich nicht auf einzelne Körperbereiche.

  • Sogenannte Anticholinergika haben sich bei der Behandlung von generalisierter Hyperhidrose bewährt. Die Wirkstoffe dienten ursprünglich zur Behandlung von Parkinson. Sie hemmen den Transmitter (Botenstoff) Acetylcholin und unterdrücken die Signalübertragung an die Schweißdrüsen, sodass sie weniger Schweiß produzieren. Meist dauert es zwei bis drei Wochen, bis die Behandlung mit entsprechenden Medikamenten Wirkung zeigt.
  • Daneben gibt es noch pflanzliche Tabletten oder Tees mit Salbei, die bei starkem Schwitzen und generalisierter Hyperhidrose mitunter helfen können. Ihre Wirksamkeit ist jedoch nicht wissenschaftlich geprüft, zudem eignen sie sich eher für leichte Verläufe. Gleiches gilt für homöopathische Präparate gegen generalisiertes Schwitzen.

Da beim Schwitzen am ganzen Körper häufig eine Erkrankung oder ein anderer körperlicher Grund dahintersteckt, ist es zudem wichtig, diesen Auslöser nach Möglichkeit zu beheben. Bei Erkrankungen wie einer Schilddrüsenfehlfunktion oder Diabetes kann eine Behandlung zur Linderung des Schwitzens führen. Verursachen dagegen die Wechseljahre die akuten Schweißausbrüche, können Sie Ihren Frauenarzt um Rat fragen. Er kann Ihnen geeignete Behandlungsmethoden empfehlen.

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