Primäre Hyperhidrose

Starkes Schwitzen? Ursache unbekannt!

Aufgrund primärer Hyperhidrose schwitzt ein Mann stark

Lautet die Diagnose primäre Hyperhidrose heißt das, dass vermehrtes Schwitzen bei einem ansonsten gesunden Patienten auftritt. Diese krankhafte Form des Schwitzens haben Betroffene, ohne mit einer anderen gesundheitlichen Problematik konfrontiert zu sein, die das übermäßige Schwitzen ausgelöst hat.

Die primäre Hyperhidrose entsteht oft idiopathisch. Mit anderen Worten: Die genaue Ursache ist nicht erkennbar (wieso/warum).


Handelt es sich um eine primäre Hyperhidrose hat der behandelnde Arzt körperliche oder seelische Störungen sowie etwaige Grunderkrankungen bei der Diagnose ausgeschlossen. Viele Patienten berichten über weitere Fälle der Hyperhidrose in ihrer Familie. Das lässt auf eine genetische Veranlagung oder anders ausgedrückt auf Vererbung der Krankheit schließen.

Primäre Hyperhidrose...

  • tritt unabhängig von anderen Krankheiten auf, das heißt keine andere (internistische) Krankheit ist die Ursache.
  • Auslöser ist eine Fehlregulation des autonomen Nervensystems.
  • Betreffender Nerv (Sympathikus) wird überstimuliert. Folge: Starke Schweißausbrüche, hohe Produktion des Körpersekrets.
  • Die eigentliche Ursache, warum Menschen plötzlich nicht mehr auf einem Normalniveau schwitzen, ist bisher unbekannt.
  • Eine Vielzahl von Faktoren begünstigen die Schwitzattacken (u. a. Schmerz, Angst, Stress).

Fehlfunktion der Schweißdrüsen

Menschen, die an primärer Hyperhidrose erkrankt sind, leiden an den Folgen eines überstimulierten Sympathikus. Wenn der Sympathikus zu viel Aktivität im Körper auslöst, spielen auch die Schweißdrüsen verrückt und produzieren übermäßig viel Schweiß. Die Betroffenen schwitzen vornehmlich unter den Achseln, im Gesicht (Stirn, Wangen, Kopfhaut), an den Händen, an den Füßen oder etwas seltener im Rumpfbereich, das heißt, die Schwitzherde sind begrenzt.

Medizinisch wird dieses Auftreten mit dem Begriff fokal (herdförmig, zum Herd gehörend) beschrieben. Um genauer zu sein: In den meisten Fällen leiden die Patienten an primärer fokaler Hyperhidrose. Es kann aber auch vorkommen, dass die Schweißausbrüche sich über den ganzen Körper erstrecken. Im Vergleich zur fokalen Hyperhidrose ist dies aber relativ selten und wird als generalisierte Hyperhidrose bezeichnet.

Startzeit Pubertät

In der Regel beginnt die Krankheit in der Pubertät. Die Symptome zeigen sich zu diesem Zeitpunkt meistens zum ersten Mal. Die primäre Hyperhidrose begleitet dann Betroffene ein Leben lang, zumindest wenn keine Gegenmaßnahmen (Therapien) eingeleitet werden. Schon bei geringer körperlicher Belastung kann der Schweiß in „Strömen fließen“. Patienten mit einer primären Hyperhidrose geraten bei psychischer Belastung schnell ins Schwitzen. Stressige Situationen und emotionale Reize treiben die Schweißproduktion an. Der entsprechende Nerv wird stimuliert und die Schweißdrüsen sondern mehr Körperflüssigkeit als gewöhnlich ab. Leider führt gerade dieser Umstand zu einem Teufelskreis: Die Betroffenen fühlen sich mit dem Schweiß noch unwohler und setzen sich zusätzlich unter Druck. Der Stress nimmt zu und die Schweißdrüsen hören nicht auf, noch mehr Schweiß zu produzieren.

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Lösungen und Therapien

Aber keine Angst! Es gibt durchaus Hilfe für die Probleme mit dem Schwitzen und zahlreiche Lösungsansätze. Der Therapieweg zwischen einer:

  • Primären Hyperhidrose – krankheitsunabhängig –
  • Sekundären Hyperhidrose – internistische Erkrankung liegt vor –

unterscheidet sich in der Herangehensweise.

Behandlung der primären und sekundären Hyperhidrose

Beim übermäßigen Schwitzen als Folge einer Krankheit zielt die medizinische Behandlung primär auf die Grunderkrankung ab. Ist diese unter Kontrolle oder geheilt, verschwindet oder verbessert sich meist auch das Schwitzproblem. Gibt es keine Erkrankung, die als Auslöser und Verursacher der starken Schweißbildung in Betracht kommt, rücken die Schweißdrüsen direkt in den Fokus der möglichen Therapien. Für beide Formen der Hyperhidrose kommen zahlreiche Behandlungsmethoden in Betracht. Behandlungsmöglichkeiten und Behandlungsstrategie richten sich nach:

  • Form der Hyperhidrose (sekundäre oder primäre Hyperhidrose)
  • Lokalisation der Hyperhidrose (fokal oder generalisiert)
  • Alter des Patienten
  • Anamnese (Krankheitsgeschichte)
  • Subjektiver Leidensdruck
  • Voruntersuchungen (Schweißmengenmessung etc.)
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