Ursachen für starkes Schwitzen im Gesicht


Schwitzen ist eine normale Körperfunktion und hilft bei der Regulation der Körpertemperatur. Wenn wir Sport machen oder Emotionen wie Angst oder Nervosität verspüren, fangen wir an zu schwitzen – auch im Gesicht: Es bilden sich Schweißperlen, die Haut errötet und die Haare kleben an der Stirn.

Kommt es allerdings in normalen Situationen zu vermehrter Schweißproduktion im Gesicht, kann es sich um Hyperhidrose, also krankhaftes Schwitzen, handeln. Je nach Ausprägung der Hyperhidrose bilden sich Schweißtropfen an Stirn, Oberlippe, Wange und/oder Nase. Gelangt der Schweiß bis in die Augen, können diese gereizt werden. Zudem kann starkes Schwitzen im Gesicht die Entstehung von Hautkrankheiten wie Akne fördern.

Was die Ursache für übermäßiges Schwitzen im Gesicht ist, lässt sich pauschal nicht beantworten. Bei einer primären Hyperhidrose kommt es ohne erkennbare Ursache zu den Schweißausbrüchen. Davon zu unterscheiden ist die sekundäre Hyperhidrose. Mögliche Auslöser sind dann hormonelle Veränderungen (zum Beispiel in den Wechseljahren), Übergewicht, psychische Erkrankungen (zum Beispiel Angststörungen) oder eine Stoffwechselerkrankung wie die Schilddrüsenüberfunktion.

Erythrophobie: Die Angst vor dem Rotwerden

Sehr starkes Schwitzen im Gesicht tritt häufig auch bei Menschen auf, die an Erythrophobie leiden. Menschen mit Erythrophobie haben Angst vor dem Erröten und fühlen sich bloßgestellt, wenn sie jemand darauf anspricht. Tatsächlich werden die Betroffenen nicht häufiger rot als andere Menschen, haben aber ständig Angst davor, dass es passieren könnte. Dabei spielt vor allem die Furcht vor einer Blamage eine Rolle.

Ein Gespräch mit dem Arzt kann helfen


Oftmals schämen sich die Betroffenen für ihr starkes Schwitzen im Gesicht und möchten keinen Arzt aufsuchen. Hyperhidrose ist jedoch eine Erkrankung, die gut therapiert werden kann. Daher sollten Betroffene ihren Arzt auf ihr Problem ansprechen. Oftmals kann schon der Hausarzt oder Hautarzt helfen, es gibt jedoch auch Ärzte und Kliniken, die auf übermäßiges Schwitzen spezialisiert sind. Nur durch eine genaue Diagnose kann eine geeignete Behandlung eingeleitet werden.

Behandlungsmöglichkeiten, um starkes Schwitzen im Gesicht zu verhindern


Welche Behandlungsmethode erfolgreich ist, hängt vom Ausmaß der Erkrankung sowie vom individuellen Gesundheitszustand des Patienten ab. Jeder reagiert auf unterschiedliche Therapieansätze anders. Bei starkem Schwitzen im Gesicht helfen Produkte wie Deos oft nur wenig. Der Arzt kann Sie stattdessen über folgende Methoden informieren:

  • Medikamente gegen Hyperhidrose: Tabletten mit den Wirkstoffen Methantheliniumbromid oder Bornaprinhydrochlorid können die Schweißproduktion verringern. Die Medikamente führen jedoch unter Umständen zu Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, Müdigkeit oder Gedächtnisstörungen.
  • Iontophorese-Therapie: Bei einer Iontophorese-Behandlung im Gesicht bekommt der Patient eine Maske mit Elektroden aufgesetzt, durch die schwacher elektrischer Strom geleitet wird. Dieser legt die Schweißdrüsen temporär lahm; die Behandlung kann jedoch zu Hautreizungen führen.

Anwendung einer Iontophorese-Gesichtsmaske Anzeige gegen Schwitzen im Gesicht (Saalio® der Saalmann medical GmbH)

Liegt die Ursache des starken Schwitzens im Gesicht hingegen in Angststörungen begründet, ist eventuell eine psychotherapeutische Behandlung angeraten.

Schwitzen im Gesicht: Tipps für den Alltag


Wer an einer leichteren Form von Schwitzen im Gesicht leidet oder lediglich in bestimmten Situationen dazu neigt, kann mit ein paar einfachen Tricks dagegen ankämpfen. Folgende Tipps sollten Sie ausprobieren:

  • kein schweres Make-up: Vor allem beim Make-up sollten Menschen, die zu erhöhter Schweißbildung im Gesicht neigen, aufpassen. Das falsche Make-up kann die Poren verstopfen und dadurch die Schweißbildung zusätzlich verstärken. Verwenden Sie besser eine leicht getönte Tagescreme oder einen flüssigen Concealer, damit die Haut noch die Möglichkeit hat, frei zu atmen.
  • Antitranspirant fürs Gesicht: Auch im Gesicht können Schweißhemmer mit Aluminiumsalzen benutzt werden. Es gibt Produkte, die speziell fürs Gesicht geeignet sind. Alternativ können Sie sich mit einem Wattepad behelfen, indem Sie ein herkömmliches Antitranspirant zum Beispiel darauf sprühen und dann vorsichtig das Gesicht damit betupfen.
  • Salbeitee: Ein Wundermittel aus der Natur, das helfen kann Schwitzen im Gesicht zu verhindern, ist Salbei, beispielsweise als Tee. Am besten sollte der Tee lauwarm sein, also nicht mehr allzu heiß, weil die Hitze wiederum Schwitzen begünstigen kann.
  • Abkühlung mit Wasserspray: Gerade im Sommer ist es außerdem erfrischend, sich etwas Wasser ins Gesicht zu sprühen. Wassersprays sind in der Drogerie erhältlich oder lassen sich einfach selbst herstellen, indem Sie eine leere und gesäuberte Sprühflasche mit Leitungswasser auffüllen.

Allgemein sollten Menschen, die zu starkem Schwitzen im Gesicht neigen, auf schweißfördernde Faktoren wie sehr scharfe Speisen oder Alkohol verzichten.

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  • MINERALWASSER: Die Verwendung von Mineralwasser ist am besten, der Nano Mister wird nicht gestaut. Andernfalls erzeugt es Wassertropfen anstelle von Nanonebel.
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Wichtig:

Einige Menschen glauben, dass viel Trinken zu vermehrtem Schwitzen führt. Das ist falsch. Im Gegenteil: Menschen, die an übermäßigem oder krankhaften Schwitzen leiden, müssen besonders darauf achten, genügend zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust durch das Schwitzen wieder zu kompensieren.

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Miriam Müller Aufgewachsen in einer Familie aus Krankenschwestern und Journalisten, interessierte sich Miriam Müller bereits sehr früh für die Themen Medizin und Medien. Nach verschiedenen Praktika im journalistischen Bereich – unter anderem bei der Deutschen Welle in Washington D.C. – absolvierte sie erfolgreich ihr Masterstudium Kommunikationswissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg. Seit 2017 arbeitet sie als Medizinredakteurin bei kanyo®, wo sie ihre beiden Leidenschaften optimal miteinander verknüpfen kann. Miriam Müller Medizinredakteurin und Kommunikationswissenschaftlerin kanyo® mehr erfahren