Hitzewallungen – Begleiterscheinung in den Wechseljahren

Bei Hitzewallungen kann ein Ventilator Kühlung verschaffen.

In Wellen bricht es über Frauen herein, es wird plötzlich ganz heiß und das Gesicht rötet sich – Hitzewallungen, auch als fliegende Hitze bekannt. Der unerwünschte Begleiter tritt während der Wechseljahre auf und ist wohl das bekannteste Symptom und eine der belastendsten Wechseljahresbeschwerden. Hitzewallungen sind oftmals ein erstes Anzeichen für den Beginn der Hormonumstellung – für viele Frauen der Anfang einer unangenehmen Zeit.

Hitzewallungen ein typisches Wechseljahresproblem

Etwa ab dem 45. Lebensjahr erfahren viele Frauen eine hormonelle Umstellung, die Wechseljahre. Diese rund zehn bis fünfzehn Jahre dauernde Phase leitet das Ende der weiblichen Fruchtbarkeit ein. Begleitet wird sie von zahlreichen, mehr oder weniger belastenden körperlichen Veränderungen. Die wohl berühmt-berüchtigsten Wechseljahresbeschwerden sind Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Durchschnittlich vier Jahre lang leidet der Großteil der Frauen an Hitzewallungen und Schweißausbrüchen. Dabei ist die Häufigkeit, in denen diese auftreten sehr unterschiedlich. Manche überfällt der plötzliche Hitzeschub nur gelegentlich, andere sind bis zu 30 Mal pro Tag davon betroffen.

Auch bei der Dauer des Schubes sind die Unterschiede groß: Von wenigen Sekunden bis zu mehreren Minuten – jede Hitzewelle kann unterschiedlich lange und intensiv ausfallen. Der Verlauf von Hitzewallungen ist dabei wellenförmig, beginnend am Hals, Kopf oder der Brust. Typischerweise werden sie von Hautrötungen in diesen Bereichen sowie Schweißausbrüchen, aber auch Herzklopfen begleitet. Letzteres ist eine natürliche Reaktion des Kreislaufes.


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Ursache für Hitzwallungen: Hormoneller Wandel

Der genaue Ablauf, wie die fliegende Hitze entsteht, ist noch weitgehend unklar. Gleichzeitig zum sinkenden Östrogenspiegel, der wahrscheinlich nur indirekter Verursacher ist, kommt es zu einem Anstieg verschiedener Stresshormone wie Adrenalin. Dieser plötzliche Anstieg wird einerseits als Ursache für die plötzlichen Hitzewallungen und Schweißausbrüche angenommen. Andererseits vermutet man die Ursache für Hitzewallungen in einer fehlerhaften Regulierung der Körpertemperatur im Gehirn. Das weibliche Geschlechtshormon Östrogen, welches auch die Wärmeregulation im Körper beeinflusst, nimmt ab. Das Nervensystem reagiert auf den Hormonabfall mit einer plötzlichen Erweiterung der Blutgefäße (Vasodilatation). Dadurch wird Platz für ein größeres Blutvolumen geschaffen, das sich im Körper verteilen kann. In der Folge kommt es zu Hautrötungen, erhöhtem Blutdruck und einem unerwarteten Anstieg der Körpertemperatur, der als Hitzewallung empfunden wird. Dieser Hitzeschub spielt sich vorwiegend im Brust- und Kopfbereich ab.

Parallel kämpft der Körper gegen die Hitzewelle an und versucht die Körpertemperatur – wie bei der Hyperhidrose,  dem krankhaft starken Schwitzen – durch erhöhte Schweißproduktion wieder abzukühlen. In der Folge frieren viele Betroffene nach Abfall der Temperatur.

Eine gute Nachricht: Hat sich der Körper an den veränderten Hormonhaushalt gewöhnt, verschwinden die Hitzewallungen bei vielen Frauen auch wieder. Die Dauer der hormonellen Umstellung ist bei allen Frauen unterschiedlich, bei manchen klingen diese bereits nach ein oder zwei Jahren wieder ab.

Wie können Sie selbst Hitzewallungen lindern?

Hitzewallungen sind meist ein erstes Anzeichen für den Beginn der Wechseljahre. Diese können durch verschiedene Umstände noch verstärkt werden. Achten Sie deshalb darauf, wann die Hitzewallungen verstärkt auftreten, um so mögliche Ursachen zu erkennen.

Faktoren, die Hitzewallungen begünstigen, sind:

  • Kaffee oder schwarzer Tee
  • Alkohol
  • Heiße Speisen und Getränke
  • Stark gewürzte und scharfe Speisen
  • Übergewicht
  • Stress
  • Zu warme Schlafumgebung
  • Zu warme Kleidung

Sollten Sie feststellen, dass einer oder mehrere der genannten Faktoren, Hitzewallungen bei Ihnen auslösen, ist es ratsam, diese so gut es geht zu meiden. Warme Kleidung lässt sich zwar im Winter nicht umgehen, dennoch können Sie Schwitzattacken verringern, indem Sie das „Zwiebel-Prinzip“ anwenden. Das Tragen mehrerer Schichten schützt einerseits draußen vor der Kälte, andererseits ist es erleichternd, diese drinnen nach und nach abzulegen. Ferner können Sie sich Kleidung zum Wechseln in die Tasche einpacken. Auch Körperpflege-Sets sind hilfreich, um sich nach einer Hitzewallung wieder frisch zu fühlen. Ein zusätzlicher Tipp: Legen Sie sich einen Handfächer zu, den Sie einfach in Ihre Tasche stecken und bei Bedarf anwenden können.

Sollten die Hitzewallungen Ihren Alltag sehr stark belasten, können Sie mit Ihrem Frauenarzt auch über eine Hormonersatztherapie sprechen. Er wird feststellen, ob ein Ausgleich des Hormonmangels für Sie infrage kommt.

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