Deos gegen starkes Schwitzen

März 14, 2019
1 Min.

Deodorants werden direkt auf die betroffene Hautstelle aufgetragen und dienen in erste Linie dazu, Schweißgeruch zu vermeiden. Mittlerweile sind die Pflegeprodukte in verschiedensten Formen erhältlich, beispielweise als Spraydose, Roll-on, Creme oder Tücher. Wer mit Deos allerdings gegen starkes Schwitzen vorgehen möchte – sprich, sich eine verminderte Schweißsekretion wünscht –, muss auf Antitranspirants setzen. Worin der Unterschied liegt und weitere Informationen rund um Deodorants lesen Sie hier.

Deos

Helfen Deos gegen starkes Schwitzen?

Deodorants (kurz: Deos) haben keinerlei Einfluss auf die Stärke der Schweißproduktion beziehungsweise die Menge des austretenden Schweißes. Leidet man unter einer verstärkten Schweißproduktion (oder krankhaften Form = Hyperhidrosie), können Deos also gegen das starke Schwitzen nicht helfen. Zwar ist es möglich, das Problem mit dem übelriechenden Schweißgeruch vorübergehend (je nach Wirkungsgrad und Dauer des jeweiligen Deodorants) zu beheben, jedoch lässt sich das grundsätzliche Schwitz-Problem dadurch nicht lösen. Die Hauptaufgabe des Körperpflegemittels ist es also, den unangenehmen Geruch zu überdecken.

Auch wenn Deos gegen starkes Schwitzen nur geruchsbedingt hilfreich sind, gibt es Abhilfe für alle, die die Ursache einer vermehrten Schweißproduktion angehen möchten. In solchen Fällen kann auf sogenannte Antitranspirants zurückgegriffen werden. Diese Mittel enthalten Aluminiumsalze, die sich über die Schweißdrüsen legen und als eine Art Pfropfen fungieren. Auf diese Weise wird die eigentliche Schweißproduktion vermindert.

Wie wirken Deos?

Frischer Schweiß ist normalerweise geruchslos. Erst bei der auf der Hautoberfläche stattfindenden bakteriellen Zersetzung einzelner Schweißbestandteile, wie beispielsweise Harnstoff, entsteht der typische Schweißgeruch. Um diesen Geruch einzugrenzen, enthalten Deodorants (lateinisch für „Entriecher“) verschiedene Bestandteile, zum Beispiel:

  • Parfum- und Duftstoffe wie Vanille, Rose oder Minze haben die Aufgabe, den Körpergeruch zu überdecken.
  • Der oftmals in Deos beigefügte Alkohol dient dazu, Bakterien abzutöten.
  • Pflanzliche Substanzen, beispielsweise Extrakte aus Salbei oder Nelken, sollen nicht nur antibakteriell, sondern auch beruhigend wirken.

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Nach reinen Deodorantien muss man heute in den Regalen der Drogerieketten gezielt suchen. In der Regel sind alle angebotenen Deos Mischpräparate, deren Wirksamkeit durch Beimischung von Adstringentien und Antitranspirantien erhöht bzw. verlängert wird. Deodorantien sind leicht anzuwenden, preiswert, in jedem Supermarkt und jeder Drogerie erhältlich. Behandlung nur mit Deos sind meistens bei vermehrten Schwitzen (Hyperhidrosis) nicht ausreichend. Sie sind zudem nur für bestimmte Körperregionen wie zum Beispiel die Achselhöhlen geeignet.

Oftmals sind die in Drogerien und Supermärkten angebotenen Deos Mischpräparate, die verschiedene Substanzen aufweisen. Dahingehend sollten Verbraucher genau auf die Inhaltstoffe achten: Je nach individueller Verträglichkeit können antibakterielle Stoffe, Parfum und Alkohol allergische Hautreaktionen auslösen. Im Zweifel empfiehlt es sich, einen Arzt oder Apotheker um Rat zu fragen.

Die verschiedenen Darreichungsformen: Von Zerstäuber bis Deocreme

Folgende Deo-Formen sind in Drogerien und Supermärkten erhältlich:

  • Spray
  • Zerstäuber
  • Stick
  • Roll-on
  • Creme
  • Seife
  • Tücher

Ihnen gemeinsam ist, dass sie entweder den Schweißgeruch überdecken oder die geruchsbildenden Bakterien daran hindern, sich zu zersetzen. Aber: Gegen die Ursache starkes Schwitzen können diese Deo-Formen nichts ausrichten.

Deodorants werden auf die entsprechenden Körperstellen aufgetragen. Gerade unter den Achseln ist der Einsatz der Pflegemittel gefragt, weil die meisten Menschen in diesem Bereich besonders schwitzen. Bei Anwendern sind hier vor allem Sprays, Zerstäuber, Sticks oder Roll-ons gefragt.

Weniger bekannt ist hingegen die Deocreme. Um den gewünschten Effekt zu erreichen, müssen Anwender mit dem Finger über die relativ feste Masse reiben. Ist diese geschmeidig, reicht oftmals schon eine kleine Menge – eine Fingerkuppe voll Creme – aus, die auf die Achseln aufgetragen wird. Das macht diese Form sehr ergiebig.

Doch es sind ebenfalls solche Deodorants erhältlich, die sich am Rücken und Bauch, an Füßen und Händen sowie an Kopf und Gesicht verwenden lassen. Ein solch großes Anwendungsgebiet decken Deos als Seifen (auch: desodorierende = geruchsbindende Seife) oder Schwitztücher ab, die je nach Bedarf an (fast) allen Körperbereichen zum Einsatz kommen können. Letztere sind nicht nur als Deos zur Geruchsbindung erhältlich, sondern auch in Form eines Antitranspirants gegen vermehrte Schweißproduktion.

Tipp zur Anwendung von Deodorants

Um ihre Wirkung bestmöglich zu entfalten, sollten Deos immer auf frisch gewaschener, aber nicht mehr nasser oder feuchter Haut aufgetragen werden.

Direkt nach der Rasur empfiehlt es sich – wenn überhaupt – nur auf sanfte Pflegeprodukte zurückzugreifen, sprich ohne Alkohol oder Parfum. Der Grund: Die Haut ist nach der Rasur empfindlicher und es kann so zu allergischen Hautreaktionen wie Brennen oder Juckreiz kommen. Auf Deos mit Aluminium – wie Antitranspirants – sollte nach der Rasur hingegen komplett verzichtet werden, da ansonsten größere Mengen des Stoffes in die Haut eindringen können.

Bei der Anwendung eines Deodorants ist außerdem zu beachten, dass dieses meist im Lauf des Tages aufgefrischt werden muss, um seine Wirkung beizubehalten. Dem gegenüber reicht es bei einem Antitranspirant gegen starkes Schwitzen in der Regel aus, dieses einmal am Tag – am besten abends – zu verwenden.

Tanja Albert
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Medizinredakteurin