Sympathikus-Blockade

Operative Therapiemöglichkei bei Hyperhidrose

Alle im Folgenden aufgeführten Operationsmethoden haben das Ziel, den Sympathikusnerv, der die Schweißdrüsen zur Sekretion von Schweiß anregt, zu blockieren. Alle Methoden kommen nur bei primärer fokaler Hyperhidrose in Betracht und gehören zu den minimal-invasiven Operationsverfahren.

Die operative Sympathikus-Blockade

Bei der CT-gestützten Sympathikolyse wird eine gelöste Substanz, die die Reizweiterleitung sympathischer Nervenfasern unterbindet (Sympathikolytikum), oder eine Alkohollösung mit langen Injektionsnadeln an die Nervenknoten (Ganglien) des rechts und links neben der Wirbelsäule liegenden Grenzstrangs, einem Teil des sympathischen Nervensystems, gespritzt.

Damit die Nadel keine inneren Organe verletzt, wird der Patient dabei unter einem Computertomographen (CT) positioniert, so dass der Operateur genau sehen kann, durch welche inneren Strukturen er die Nadel führt.

Als Komplikationen können auftreten:

  • Kompensatorisches Schwitzen bei fast einem Drittel der Operierten.
  • Nervenreizungen.
  • Blutungen.
  • Taubheitsgefühl.
  • Gustatorisches Schwitzen.
  • Horner-Syndrom, eine Nervenschädigung kopfnaher Sympathikusanteile mit drei typischen Symptomen: Pupillenverengung, Herabhängen des oberen Augenlids und ein eingesunken aussehender Augapfel.
  • bei der Sympathikolyse im Lendenbereich zur Behandlung von Schweißfüßen auch Erektionsstörungen, selten auch Harnleiterschäden.

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Endoskopische Sympathikusblockade

Kurz und Knapp

Wegen der erheblichen Komplikationen ist eine ETS der letzte Schritt einer Therapie. Sie kommt nur dann in Frage, wenn alle anderen Therapiemöglichkeiten versagt haben.

Zu den unter dem Überbegriff endoskopische Sympathikusblockade (ESB) zusammengefassten Operationsmethoden gehören:

  • Endoskopisch transthorakale Sympathektomie (ETS), bei der der Grenzstrang des Sympathikus über ein in den Brustraum (griechisch: Thorax; den Brustraum betreffend = thorakal) eingeführtes Endoskop entweder durchtrennt (Sympathikotomie), mit Titanclips abgeklemmt (Sympathikus-Clipping, kurz: ETSC) oder Teile des Grenzstrangs entfernt (Sympathektomie) werden. Auch mit Laser lässt sich der Grenzstrang kappen. Diese Methoden versprechen vor allem bei Hyperhidrosis palmaris (Handschweiß) und facialis (schwitzen im Gesicht) Abhilfe, weniger bei axillärer Hyperhidrose (Achselschweiß).
  • Ähnlich kann auch bei plantarer Hyperhidrose operiert werden, allerdings nicht über den Brustraum (thorakal), sondern im Lendenbereich (lumbal): Endoskopisch lumbale Sympathikusblockade (ELS) Komplikationen können vergleichbar denen bei CT-gestützter Sympathikolyse auftreten. Hinzu kommt die Gefahr eines Pneumothorax, bei dem Luft ins Brustfell (Pleura) eindringt und die Ausdehnung des Lungenflügels und damit die Atmung behindert. Insbesondere das nach der Operation häufig auftretende kompensatorische Schwitzen beeinträchtigt die Lebensqualität oft enorm.

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