Schwitzen Ursache: Anatomie des Schwitzens

Schweiß, Schweißdrüsen und das Nervensystem unter der Lupe

Warum schwitzen wir

Um das Schwitzen und besonders das krankhafte Schwitzen (Hyperhidrose) zu verstehen, hilft ein kleiner Ausflug in die Biologie. Dabei wird ersichtlich, wodurch die Produktion der Schweißdrüsen angeregt wird und warum bestimmte Faktoren eine Überproduktion des Schweißsekretes auslösen.

Fast über den ganzen Körper verteilt liegen die Schweißdrüsen des Menschen. Sie zählen zu den Hautanhangsgebilden wie beispielsweise Haare oder Nägel. Besonders dicht siedeln sich die Drüsen im Bereich der Hand- und Fußsohlen an. Im knäuelförmigen Drüsenendstück wird der Schweiß produziert, daran angeschlossen ist der Ausführungsgang. Dieser endet in einer Hautpore, über die der Schweiß dann austritt.

Schweißdrüsen

  • Schweißdrüsen sind Hautanhangsgebilde wie etwa Haare und Nägel. Sie befinden sich in der tiefen Lederhaut (Dermis).
  • Ein Mensch besitzt zwischen 2 und 4 Millionen Schweißdrüsen.

Regulation der Körpertemperatur

Schweiß reguliert vor allem die Körpertemperatur. Die Körperflüssigkeit kühlt beim Verdunstungsvorgang die Haut ab (Verdunstungskälte). Aber auch Endprodukte des Stoffwechsels (Harnstoff, Ammoniak) werden mit Hilfe der Flüssigkeit abgesondert. Der Schweiß hält ebenfalls den Säureschutzmantel der Haut in der Balance, indem er das Keimwachstum auf der Hautoberfläche hemmt. Das Drüsensekret leistet mit dieser natürlichen Barriereschutzfunktion seinen Beitrag für eine gesunde und ausgeglichene Hautflora. Die Anzahl der Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze wird durch den leicht sauren pH-Wert des Schweißes in „Schach gehalten“.

Schweiß

  • Durchschnittlich sondert der menschliche Körper knapp 1,5 Liter Schweißsekret pro Tag ab.
  • Menschen schwitzen sowohl tagsüber als auch nachts im Schlaf.
  • Schwitzen ist ein aktiver Prozess, infolgedessen dem Körper Energie entzogen wird.
  • Schweiß verdunstet auf der Hautoberfläche und reguliert damit den Wärmehaushalt des Körpers.

Der Mensch gehört, wie andere Säugetiere auch, zu den gleichwarmen Lebewesen, die ihre Körpertemperatur – zumindest im Körperkern, in dem die lebenswichtigen Organe liegen – konstant bei etwa 37°C halten müssen. Ganz gleich, welche Temperaturen in der Umgebung herrschen.

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Thermoregulation – unsere vollautomatische Klimaanlage

Um unsere Körperkerntemperatur auf etwa gleichem Niveau halten zu können, besitzen wir ein ausgeklügeltes Regulationssystem. Dieses stellt permanent ein Gleichgewicht her zwischen

  • innerer Wärmeproduktion - auch in Ruhe entsteht durch Stoffwechselvorgänge Wärme - bzw. Wärmeaufnahme von außen bei hohen Umgebungstemperaturen und
  • Wärmeabgabe nach außen.

Ist es zu kalt, reduziert unser Körper die Wärmeabgabe, indem er die Durchblutung der Arme und Beine drosselt. In Folge der verminderten Durchblutung, geht weniger Wärme nach außen verloren (gefüllte Blutgefäße geben dagegen viel Wärme ab). Zum anderen produziert der Körper mehr Wärme durch Muskelarbeit. Willkürlich tun wir das, indem wir uns bewegen, wenn wir frieren. Unwillkürlich, also ohne dass wir es wollen, beginnen unsere Muskeln zu zittern - wir „zittern vor Kälte“ - um Wärme zu erzeugen

Ist uns zu warm, egal ob wir uns körperlich ausgepowert haben oder ob Sonne bzw. heimischer Ofen zu viel des Guten tun, muss der Körper vermehrt Wärme abgeben.

Wie wir zu viel Wärme loswerden - Wärmeabgabe

Wärme abgeben kann unser Körper generell über vier Mechanismen:

  • Wärmeleitung: Molekül für Molekül wird die Wärme von innen nach außen in Richtung kühlerer Umgebung transportiert.
  • Wärmestrahlung: Unser warmer Körper strahlt Wärme wie ein Heizkörper über elektromagnetische Wellen ab.
  • Wärmeströmung: Unser fließendes Blut spült die Wärme mit sich fort.
  • Verdunstung: Verdunstet Schweiß auf der Haut, entsteht eine angenehme Kühle, die sog. Verdunstungskälte. Allerdings ist tropfender oder in Strömen fließender Schweiß wenig effektiv, er muss schon einen dünnen Film auf der Haut bilden, um gut verdunsten zu können.

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Große Hitze – viel schwitzen

Haben wir unseren Körper durch Arbeit oder Sport stark gefordert oder übersteigt die Umgebungstemperatur die 35-Grad-Marke, kommen die ersten drei Mechanismen der Wärmeabgabe (siehe oben) nahezu zum Erliegen bzw. sind nicht effektiv genug. Gibt es also kaum noch einen Temperaturunterschied zwischen Körperinnerem und Außenwelt,kann sich der Körper fast nur noch über die Verdunstung von Schweiß abkühlen. Wir schwitzen.

Gut zu wissen: In feuchtwarmer Umgebung, wie in tropischen oder subtropischen Regionen, ist Hitze für uns schwerer tolerierbar, als in trocken-heißen Regionen. Die Ursache liegt darin begründet, dass der Körper in feuchtwarmer Luft weniger Schweiß verdunsten kann und somit auch schneller überhitzt.

Wo kommt der Schweiß her?

Produktionsstätte für die Kühlflüssigkeit auf unserer Haut sind kleinste Organe, die über den Körper verteilt sind: Drüsen. Drüsen besitzt unser Körper unzählige, einige produzieren eher wässrige Flüssigkeiten, andere schleimige. Manche Drüsen geben ihr Sekret in die Blutbahn ab, z.B. Hormondrüsen, andere über Ausführungsgänge an die Körperoberfläche, z.B. Tränen- oder Speicheldrüsen. Zur letzteren Art gehören auch die Schweißdrüsen .

Vegetatives Nervensystem

Den „Startbefehl“ zur Schweißproduktion gibt das vegetative Nervensystem. Die Steuerung des Prozesses erfolgt über die Nerven. Dabei wird ein Botenstoff namens Acetylcholin ausgeschüttet. Acetylcholin ist ein Neurotransmitter, der den Befehl, die Schweißproduktion zu beginnen, an die Schweißdrüsen überbringt. Das vegetative Nervensystem steuert den Schwitzprozess, aber auch lebenswichtige Vitalfunktionen wie Blutdruck, Herzschlag, Atmung und Stoffwechsel. Alle Regulationsvorgänge, die dort stattfinden, kann der Mensch nicht willentlich beeinflussen, das heißt, sie laufen autonom ab.

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