Iontophorese

Mit Strom gegen das Schwitzen

Die Iontophorese gehört zu den physikalischen Behandlungsverfahren. Die Therapie mit Strom hat einen festen Platz bei der Behandlung von Hyperhidrose, insbesondere beim übermäßigen Schwitzen der Hände/Handinnenflächen und Füße/Fußsohlen (palmare/plantare Hyperhidrose) kann sie erfolgsversprechend eingesetzt werden.

Elektro-Therapie bei Schweißausbrüchen

Das Verfahren ist allerdings nicht für alle Formen des krankhaften Schwitzens gleichermaßen gut geeignet, weil die zu behandelnden Areale in die wassergefüllten Schalen bzw. Wannen passen müssen. Deswegen ist die Behandlung unter den Achseln (axilläre Hyperhidrose) schwieriger, aber nicht unmöglich. Es gibt spezielle kugelförmige Schwämme, die angefeuchtet in den Achselhöhlen platziert werden, so dass eine Iontophorese-Therapie möglich ist. Trotzdem ist das Behandlungsergebnis häufig weniger befriedigend als bei der Behandlung von Schwitzhänden bzw. -füßen.

Iontophorese: Warum Strom das Schwitzen stoppt

Iontophorese: Physikalische Behandlung bei krankhaften SchwitzenDurch elektrischen Strom werden Ionen in die Haut eingeschleust. Warum auf diese Weise dem Schwitzen Einhalt geboten wird, ist nicht gänzlich geklärt; es gibt dazu mehrere Theorien. Lange Zeit wurde vermutet, dass die in die Schweißdrüsenausgänge geschleusten Ionen partiell oder vollständig einen Verschluss beziehungsweise eine Einengung hervorrufen. Auch eine Hemmung der Schweißsekretion wird diskutiert. Möglicherweise spielt auch der pH-Wert durch die erhöhte Wasserstoff-Ionen-Konzentration eine Rolle, indem er die Schweißdrüsenfunktion stört. Fakt ist, dass die positive Wirkung mit zunehmender Stromhöhe steigt. 

Bild: © demarco - Fotolia.com

Author: admin
Stand: 24.01.2010