Primäre und sekundäre Hyperhidrose

Zu Grunde liegende Erkrankung? Oder Ursache unbekannt?

Es gibt etliche Krankheiten oder Krankheitszustände, die mit starkem Schwitzen einhergehen. Dass man bei Fieber schwitzt, kennt jeder. Aber es gibt noch viele andere gesundheitliche Gründe, stark zu schwitzen. Allerdings: Sehr häufig lässt sich keine Grunderkrankung finden, die das vermehrte Schwitzen verursacht.

Ursachen für sekundäre Hyperhidrose

Die sekundäre Hyperhidrose tritt als Folge oder in Begleitung einer anderen Erkrankung auf. Wie die Bezeichnung sekundär (lat. an zweiter Stelle) schon andeutet, ist das übermäßige Schwitzen nur Begleiterscheinung bzw. Teilsymptom einer ernst zu nehmenden Grunderkrankung. Die sekundäre Hyperhidrose macht etwa 5% aller Hyperhidrose-Fälle aus. Starkes Schwitzen als Krankheitssymptom kann beispielsweise auftreten bei

  • Infektionskrankheiten wie Lungenentzündung oder Grippe
  • Ungleichgewicht des Hormonhaushalts wie in den Wechseljahren (Klimakterium) – keine Krankheit, aber typischer Auslöser häufiger Schweißausbrüche
  • Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose)
  • Neurologische Erkrankungen wie Morbus Parkinson
  • Übergewicht (Adipositas)
  • Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Vergiftungen wie eine Fliegenpilzvergiftung
  • Tumorerkrankungen mit einem Karzinoidsyndrom (neuroendokrine Tumoren)
  • Psychiatrische Störungen wie Angstzustände oder Neurosen
  • peripheren oder zentralen Nervenschädigungen wie Großhirn-Infarkt, Gehirnblutungen, Schädigungen im Bereich des Rückenmarks oder chronische Nervenentzündungen.
Ursachen der Hyperhidrose: Medikamente als AuslöserBestimmte Medikamente können Hyperhidrose und starkes Schwitzen auslösen

Nicht selten ist die hohe Transpiration auch eine Nebenwirkung von Medikamenten.

  • Das kann erwünscht sein, z.B. bei fiebersenkenden Medikamenten (Antipyretika). Sie bewirken eine Erweiterung der Blutgefäße sowie eine gesteigerte Schweißsekretion, damit der Körper seine fiebrige Hitze über den Mechanismus der Verdunstungskälte an die Umgebung abgeben kann.
  • Bei manchen Medikamenten ist Schwitzen eine unerwünschte Nebenwirkung. Dazu gehören alle Medikamente, die den Sympathikus steigern. Auch viele Antidepressiva verursachen vermehrtes Schwitzen.
  • Neben verschiedenen Medikamenten gehören hierzu auch Substanzen wie Coffein, Theophyllin, Cocain oder einige Appetitzügler.

Typisch für eine sekundäre Hyperhidrose ist, dass nicht einzelne Körperstellen wie z.B. Achselhöhlen oder Hände schwitzen, sondern der gesamte Körper. Das Schwitzmuster entspricht bis auf wenige Ausnahmen fast immer einer generalisierten Hyperhidrose.


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Ursachen für primäre Hyperhidrose

Bei etwa 95% Prozent aller Hyperhidrose-Fälle kann keine Ursache gefunden werden.

Die primäre Hyperhidrose

  • tritt auf, ohne dass eine andere Krankheit zugrunde liegt oder Medikamente das Schwitzen als Nebenwirkung hervorrufen.
  • beginnt bereits im Kindes- und Jugendalter (unter 25 Jahre).
  • tritt meist fokal, also nur an bestimmten Körperbereichen wie Stirn, Achseln, Händen oder Füßen auf (beidseitiger Befall). Es können verschiedene Körperbereiche betroffen sein.
  • ist temperaturunabhängig – die Schwitzattacken kommen in kühler ebenso wie in warmer Umgebung.
  • tritt mehrmals pro Woche auf und führt zur starken Beeinträchtigung im Alltag.
  • wird durch eine Fehlregulation des autonomen Nervensystems hervorgerufen, bei dem aus ungeklärten Gründen der Sympathikus überaktiv ist.
  • ist nicht willentlich kontrollierbar.
  • tritt nicht nachts während des Schlafens auf.
  • wird durch psychische Faktoren wie Angst oder Stress beeinflusst, die Auslöser für Schweißausbrüche sind.

Ein überaktiver Sympathikusnerv stimuliert die Schweißdrüsen über das normale Maß hinaus. Ursachen und warum das so ist, konnte bisher nicht geklärt werden. Genetische Einflüsse scheinen eine Rolle zu spielen: Wer an Hyperhidrose leidet, in dessen Familie finden sich häufig weitere „Starkschwitzer“.

Typisch für die primäre Hyperhidrose ist, dass sie nur selten am gesamten Körper auftritt, sondern meistens örtlich begrenzt, z.B. schwitzende Hände, Schweißfüße oder nasse Achseln – immer symmetrisch. Diese örtlich begrenzte Form der Hyperhidrose wird als fokale Hyperhidrose bezeichnet.

Ursachen für Hyperhidrose gibt es also viele. In der Regel beginnt die Krankheit in der Pubertät. Da psychische Einflüsse wie Angst, Unsicherheit und Stress das vermehrte Schwitzen verstärken, entsteht ein Teufelskreis: Man ist unsicher, hat vor einer bestimmten Situation Angst und beginnt fürchterlich zu schwitzen. Feuchte Hände oder nasse Achseln verstärken das Unsicherheitsgefühl, die Betroffenen möchten, dass das endlich aufhört, setzen sich noch stärker unter Druck und…schwitzen noch mehr!

Viele Betroffenen ziehen sich zurück, meiden Situationen, in denen sie Schweißausbrüche haben könnten und isolieren sich so fast vollständig vom sozialen Leben. Nicht selten sind Depressionen die Folge. Eine rechtzeitige Therapie kann solche ernsten psychischen Folgen vermeiden. Deshalb sollte bei Verdacht auf Hyperhidrose frühzeitig ein Arzt aufgesucht werden.

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