Forschung gegen Achselschweiß

Gibt es wirkungsvolle Methoden, um Achselschweiß zu vermeiden? Dies ist sicherlich der Wunsch vieler Menschen, die von starkem Schwitzen betroffen sind. Forschung und Entwicklung schreiten hier tatsächlich immer weiter voran, um den Mechanismen der Schweißbildung auf den Grund zu gehen und dem Schwitzen den Garaus zu machen.

Achselnässe und Schweißgeruch vermeiden

Achselschweiss

Nach Achselschweiß riecht niemand gerne: Daher werden immer neuere Methoden und Inhaltsstoffe entwickelt, die den unangenehmen Schweißgeruch eliminieren oder überdecken sollen. Gerade im Achselbereich kann sich der Geruch besonders stark entwickeln. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn viele verschiedene Bakterienarten siedeln sich in der menschlichen Achsel an. Beim Abbau des Schweißes produzieren sie dann den typischen Achselschweißgeruch.

Bakterien und die Entstehung von Achselschweiß

Die wichtigsten „Lebens-Bedürfnisse“ werden für Bakterien im Körperareal der Achseln gewährleistet: Es ist feuchtwarm, dunkel und die Keime können sich dort gut entwickeln. Unter den Achseln befinden sich hauptsächlich die apokrinen Schweißdrüsen. Sie spielen bei der Thermoregulation des Körpers keine Rolle und übernehmen mit der Absonderung von Duftstoffen eine Spezialfunktion. Die Drüsenkörper der apokrinen Schweißdrüsen haben einen Durchmesser von bis zu 0,5 Millimetern und sind damit etwas größer als die der ekkrinen Schweißdrüsen.




Apokrine und ekkrine Drüsen:

Die apokrinen Schweißdrüsen, also die Duftdrüsen, befinden sich überwiegend im Genitalbereich, an den Brustwarzen und in den Achselhöhlen. Die ekkrinen Drüsen sind vor allem für die Regulation des Wärmehaushaltes verantwortlich. Sie sind über die gesamte Hautoberfläche verteilt.

Funktion der Duftdrüsen

Die Duftdrüsen sondern bei (sexueller) Erregung Körperflüssigkeit ab und dieser Duftstoff übernimmt vor allem in der geschlechterspezifischen Geruchs-Kommunikation eine wichtige Rolle — in erster Linie in Bezug auf die Partnerwahl. Die Flüssigkeit kann aber auch abgesondert werden, wenn ein Mensch Angst hat. Dies geschieht durch Fluchtsignale, die unser Nervensystem an das Gehirn übermittelt — das Festhalten feuchter Haut ist schwieriger, als das von trockener. Anders als der normale Kühlungsschweiß, der von den ekkrinen Schweißdrüsen großflächig über den ganzen Körper abgegeben wird, enthält das apokrine Sekret der Duftdrüsen einen Stoff, der reichhaltig an Aminosäuren, Fetten und Proteinen ist. Bei der Zersetzung durch die Bakterien entsteht dann der unangenehme Körper- und auch Achselschweißgeruch. Ekkriner Schweiß besteht dagegen hauptsächlich aus Wasser und Salz.

Was beeinflusst die Geruchsnote?

Ausschlaggebend für den speziellen Geruch des Schweißes ist die Art der Bakterien, die ihn zersetzt. Hierbei werden unter anderem folgende Gattungen unterschieden:

  • Mikrokokken: Diese Bakterienart befindet sich in großen Mengen natürlicherweise auf der Haut. Sie verursacht einen schwachen, leicht säuerlichen Geruch, der überwiegend bei Frauen zu finden ist.
  • Lipophile Diphteroide: Sie sorgen für einen Geruch, der als stechend und beißend bezeichnet wird. Die Keime kommen überwiegend auf der Haut vor und sind vor allem bei Männern zu finden. Die Intensität des Geruchs hängt von der Anzahl der Bakterien auf der Haut ab.1

Bei der Zersetzung des männlichen Schweißes entstehen Abbauprodukte des Sexualhormons Testosteron, die auf Frauen bis zu einem gewissen Grad hin anziehend wirken können. In hohen Konzentrationen wird der Geruch jedoch als sehr stechend und eher abstoßend beschrieben. Auch der Schweiß von Frauen enthält Testosteron-Abbauprodukte, allerdings in wesentlich geringeren Mengen als der von Männern.


Spannend!

Frauen, die in einer Umgebung leben, in deren Luft eine nur sehr geringe männliche Geruchsnote zu finden ist — beispielsweise in Mädcheninternaten oder Frauenklöstern — haben ihre erste Menstruation später und oftmals auch seltener einen Eisprung. 2

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Lassen sich Achselschweiß und Geruch vermeiden?

Für viele Menschen ist das Schwitzen eine große Belastung. Vor allem wenn — wie beispielsweise bei der Hyperhidrose — übermäßig starke Schweißausbrüche ohne erkennbare Ursachen auftreten. Die großen, nassen Flecken auf Hemden oder Blusen und ein möglicherweise starker Schweißgeruch sind für Betroffene äußerst unangenehm und ein Großteil von ihnen fühlt sich dadurch extrem gehemmt. Die Forschung schreitet in ihrer Entwicklung immer weiter voran, um der Schweiß- und Geruchsbildung entgegen zu wirken. Folgende Methoden sind zur Vermeidung von Achselschweiß gängig:

  • Lokaltherapeutika: Sie werden umgangssprachlich als "Deo" bezeichnet und sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Einige von ihnen reduzieren beispielsweise die Anzahl der Bakterien auf der Haut und verhindern so die Geruchsentwicklung durch Zersetzung. Andere Varianten, die sogenannten Antitranspirantien, sorgen für eine Verengung der Poren und verringern damit die Schweißbildung. Allen gemein ist, dass ihnen für gewöhnlich Parfümstoffe zugesetzt werden, um den Körpergeruch zu überdecken.
  • Achselpads: Dabei handelt es sich um Einlagen aus Baumwolle oder synthetischen Materialien, die in den Achselbereich der Kleidung eingeklebt werden. Sie nehmen Achselschweiß auf und verhindern so das Entstehen von Flecken auf der Kleidung. Erhältlich sind die Achselpads in verschiedenen Ausführungen und Größen.
  • Funktionsunterhemden: Diese speziellen Schweiß-Shirts werden unter der Kleidung getragen und besitzen im Achselbereich eingenähte Membrantaschen für Saugeinlagen. Sie verhindern das Entstehen von Schweißflecken zuverlässig und können dank der speziellen Taschen nicht verrutschen.

Das Vermeiden, beziehungsweise Reduzieren von Achselschweiß, ist zudem durch diverse Eingriffe in den Körper möglich. Durch das Injizieren von Botulinumtoxin beispielsweise, werden die Schweißdrüsen gehemmt — ebenso wie bei der Iontophorese, einem physikalischen Behandlungsverfahren. Auch Operationen, bei denen die Schweißdrüsen abgesaugt oder gelasert werden, sind möglich, um dem Schwitzen Einhalt zu gebieten. Welche Art der Behandlung geeignet ist, muss von einem Fachmann entschieden werden.


Fazit:

Bis zu einem gewissen Grad lässt sich die Bildung von Achselschweiß und die damit einhergehende Geruchsentwicklung mit den genannten Hilfsmitteln vermeiden. Jedoch nicht gänzlich. Zwar schreitet die Forschung stetig voran, doch darf dabei nicht vergessen werden, dass das Schwitzen eine wichtige Funktion zur Regulation unserer Körpertemperatur ist und nicht vollständig unterbunden werden darf. Außerdem bringen gerade Operationen nicht selten große Schmerzen und Wundheilungsstörungen mit sich und sollten nur auf ausdrückliches ärztliches Anraten erfolgen.


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1Quarks & Co: Warum wir schwitzen. URL: https://www.wdr.de/tv/applications/fernsehen/wissen/quarks/pdf/schweiss.pdf (04.05.2018).
2Ebd.