Sormodren®

Anwendung bei übermäßigem Schwitzen

Das Anticholinergikum Sormodren ist ein Medikament gegen übermäßiges Schwitzen.

Sormodren® ist ein Anticholinergikum. Es überwindet die Blut-Hirnschranke und kann unter anderem deshalb seine Wirkung im Zentralnervensystem entfalten. Sormodren® wird bei der Parkinson-Krankheit angewendet, da es in der Lage ist, Zittern (Tremor) und Muskelsteifigkeit (Rigor) – beides typische Symptome dieser durch Absterben von Nervenzellen im Gehirn gekennzeichneten Krankheit – positiv zu beeinflussen.


Sormodren® gehört zu den wenigen Medikamenten, die explizit auch gegen übermäßiges Schwitzen zugelassen sind. Es muss einschleichend dosiert werden, das heißt, die anfänglich geringe Dosierung wird nach und nach gesteigert, bis der gewünschte Erfolg erzielt wird.


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Gegenanzeigen Sormodren®

Es gibt Gegenanzeigen, bei denen Sormodren® nicht verwendet werden darf. Das sind:

  • Überempfindlichkeit beziehungsweise eine Allergie gegen den Wirkstoff
  • Engwinkelglaukom (eine Form des „Grünen Star“)
  • Erkrankungen des Verdauungstraktes wie Einengungen, Verschlüsse oder Megacolon
  • Akutes Lungenödem (“Wasser in der Lunge“)
  • Gedächtnisstörungen

Für Kinder und Jugendliche ist Sormodren® ungeeignet. Bei manchen Erkrankungen muss der Arzt sorgfältig abwägen, ob Nutzen oder Risiko größer sind, zum Beispiel:

  • Bei gutartiger Prostatavergrößerung
  • Bei Erkrankungen mit der Gefahr von Herzrhythmusstörungen (Kammerflattern, Kammerflimmern)
  • In Schwangerschaft und Stillzeit.

Auswirkungen auf das Zentralnervensystem

Weil Sormodren® nicht nur peripher im Körper wirkt, sondern auch im Zentralnervensystem, dem Gehirn, treten zum Teil unerwünschte Wirkungen – insbesondere bei Beginn und bei zu schneller Dosissteigerung der Hyperhidrosebehandlung – auf. Wegen des Eindringens ins Zentralnervensystem muss mit zentralnervösen Nebenwirkungen gerechnet werden wie Müdigkeit, Benommenheit, Schwindel, Unruhe und Nervosität, Erregungszustände, Verwirrtheit selten auch Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Halluzinationen. Durch die Wirkung auf andere Drüsen des Körpers und auf die glatte Muskulatur treten folgende periphere Nebenwirkungen auf:

  • Mundtrockenheit
  • Magenbeschwerden wie Übelkeit, Erbrechen Verstopfung (Obstipation) Störungen beim Wasserlassen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Sehstörungen
  • Steigerung des Augeninnendrucks (Glaukom = grüner Star)

Darüber hinaus können Überempfindlichkeitsreaktionen und allergische Reaktionen wie Hautausschläge auftreten.

Vorgehensweise bei der Therapie

Um die Nebenwirkungen zu minimieren, wird einschleichend behandelt, also mit geringer Dosierung begonnen, die dann langsam gesteigert wird, bis der gewünschte Therapieeffekt erreicht ist und das übermäßige Schwitzen aufhört. Der volle Wirkeffekt tritt dann nach ca. 2-3 Wochen ein. Die Schweißdrüsenaktivität wird zuverlässig reduziert. Bei einschleichender Dosierung bis zum optimalen Wirkeffekt sind bei einer langzeitigen Therapie die Nebenwirkungen tolerierbar. Die Hyperhidrose wird zwar nicht komplett geheilt, allerdings werden die Beschwerden deutlich gelindert.

Der Wirkungseintritt bei einer Therapie ist zumeist erst nach 2-3 Wochen ersichtlich. Gerade zur kurzfristigen Einnahme vor „Stress-Situationen ist das Medikament eher ungeeignet. Die zentralnervösen Wirkungen können unter anderem auch die Fahrtauglichkeit beeinträchtigen.

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