So stehen Antitranspirantien, Aluminiumsalze und Deos im Bezug zueinander

Schwitzen kann durchaus unangenehm sein. Vermutlich werden auch Sie verhindern wollen, dass sich unter Ihren Armen große Schweißflecken bilden. Antitranspirantien sind eine Möglichkeit, um ein vermehrtes Schwitzen unter den Achseln einzudämmen. Doch was genau sind Antitranspirantien? Wie wirken diese Schweißhemmer? Und befinden sich Aluminiumsalze auch in Deos? Lesen Sie hier die Antworten auf diese Fragen.

Antitranspirantien – was genau hat es mit diesen Schweißhemmern auf sich?

Deoflaschen mit Aluminium-Salzen gegen Schwitzen

Bei Antitranspirantien handelt es sich um Stoffe, welche die Schweißdrüsenaktivität reduzieren. Gleichzeitig werden damit Produkte bezeichnet, die mit diesen Substanzen wirken. Besonders für Menschen mit einer übermäßigen Schweißproduktion – von Medizinern auch Hyperhidrose genannt – sind derartige Schweißhemmer oftmals von Vorteil.

Zu den bewährten und gleichzeitig sehr häufig verwendeten Antitranspirantien zählen Aluminiumsalze wie etwa Aluminiumchlorid. Letzteres ist eine bestimmte chemische Verbindung aus dem Element Chlor und dem Metall Aluminium.

Antitranspirantien vs. Deos: So unterscheiden sich diese Schweißhemmer

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Falls Sie dachten, dass es sich bei einem Deo auch um ein Antitranspirant handelt, dann liegen Sie damit leider nicht ganz richtig. Denn für Fachpersonen sind Deos Produkte, in denen keine Aluminiumsalze enthalten sind. Stattdessen zielen Deos hauptsächlich darauf ab, den unangenehmen Schweißgeruch zu überdecken – unter anderem mit Parfümstoffen.

Wenn Sie sich jetzt die Frage stellen: „Aber es gibt doch Deos mit Aluminium?“ Dann sollten Sie wissen, dass Antitranspirantien im allgemeinen Sprachgebrauch oftmals auch als „Deos“ bezeichnet werden. Mit anderen Worten: Schweißhemmer, die Aluminiumsalze enthalten, sind per Definition Antitranspirantien und keine Deos.

So wirken Aluminiumsalze in „Deos“

Antitranspirantien beziehungsweise Aluminiumsalze haben sich in Sachen Schweißreduzierung bewährt, weil sich die Poren der Haut durch das enthaltene Aluminium zusammenziehen. Doch nicht nur das. Es kommt zu einem weiteren Phänomen: Beim Auftragen von aluminiumhaltigen Schweißhemmern auf den Körper bildet sich eine Art Abdichtungsschicht bestehend aus Aluminium und Eiweißen (Proteinen). Dieser gelartige Film sorgt eine gewisse Zeit lang dafür, dass die Schweißkanäle der Haut verschlossen sind – Schweiß kann nicht mehr nach außen treten.

Sind Aluminiumsalze in Deos beziehungsweise Antitranspirantien gefährlich?

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Trotz der Tatsache, dass Deos und Antitranspirantien dazu beitragen, den ungeliebten Schweißgeruch erträglicher zu machen, versuchen manche Personen, diese Produkte zu meiden. Sie sind der Meinung, dass es auf Dauer nicht gesund ist, die Hautporen mit Aluminiumsalzen zu verschließen. Obwohl Aluminium in Schweißhemmern in Verdacht steht, negative Auswirkungen auf den Körper zu haben, gibt es keine wissenschaftliche Studie, die eindeutig eine gesundheitliche Gefahr durch Schweißhemmer wie Antitranspirantien belegt.1

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie wirklich auf Aluminiumsalze zurückgreifen sollten, sind Sie am besten bei Ihrem Arzt oder Apotheker beraten. Oftmals profitieren im Übrigen Patienten mit einer Hyperhidrose von Antitranspirantien. Mitunter ist es jedoch tatsächlich möglich – besonders bei einer empfindlichen Haut – dass es durch Deos und Aluminiumsalze zu Beschwerden wie Hautrötungen oder Juckreiz kommt.

So sollten Sie Antitranspirantien anwenden

Sie sind immer gut darin beraten, wenn Sie Ihre Haut bei der Verwendung von Schweißhemmern wie Aluminiumsalzen in Antitranspirantien nicht unnötig reizen. Im Folgenden haben wir Ihnen ein paar Punkte zusammengestellt – sie gelten auch für Deos –, die Ihnen bei diesem Vorhaben helfen können:

  • Achten Sie auf gute Hygiene: Es ist meist von Vorteil, um beispielsweise einen Juckreiz zu vermeiden, wenn die Hautporen keine Rückstände wie Staub enthalten. Reinigen Sie dafür Ihre Haut vor der Verwendung eines Antitranspirants zum Beispiel sanft mit Wasser und trocknen Sie diese danach sorgfältig mit einem Handtuch.
  • Vermeiden Sie eine Rasur: Wegen der starken Hautreizung sollten Sie nach dem Rasieren der Achselhaare zwei bis drei Tage auf das Auftragen von Aluminiumpräparaten verzichten, um die empfindliche Achselhaut nicht zusätzlich zu belasten.
  • Nicht mehr als nötig auftragen: Weniger hilft manchmal mehr. Tasten Sie sich am besten an die benötigte Menge eines Schweißhemmers heran. Beginnen Sie mit kleinsten Dosen und steigern Sie diese täglich, bis der gewünschte Effekt – die Schweißeindämmung – erreicht wurde.

Noch ein Hinweis zum Thema Häufigkeit der Anwendung: Antitranspirantien müssen anfangs in aller Regel mehrfach täglich aufgetragen werden, am wirkungsvollsten abends vor dem Einschlafen. Dann kann die versiegende Schweißproduktion die Aluminiumsalze nicht mehr aus den Ausführungsgängen spülen, so dass sich Pfropfen bilden.

Kleiner Tipp am Rande:

Aluminiumsalze greifen, vor allem in höheren Konzentrationen, Textilien an. Es ist daher ratsam, nach dem Auftragen der Substanz, nicht unbedingt das Lieblings-T-Shirt oder die wertvollste Bekleidung zu tragen.

So viele Aluminiumsalze stecken in „Deos“

Ein Schweißhemmer der Wahl in der lokalen Therapie der Hyperhidrose – übermäßige Schweißabsonderung – sind Metall-, insbesondere Aluminiumsalze. Sie werden in geringer Konzentration von circa drei Prozent vielen handelsüblichen Deos beigemischt.1

Bei krankhaftem Schwitzen sind wesentlich höhere Konzentrationen von etwa 20 Prozent erforderlich, um effektiv Abhilfe zu schaffen.2 Besonders gut wirken die Schweißhemmer dann bei axillärer Hyperhidrose (vermehrtes Schwitzen unter den Achselhöhlen). Weniger dagegen bei Hand- und Fußschweiß. Dort ist eine höhere Konzentration erforderlich. Für die Hand- und Fußflächenbehandlung gibt es auch spezielle Puder, die Aluminiumsalze enthalten. Die am häufigsten verwendete Verbindung bei Antitranspirantien ist Aluminiumchlorid-Hexahydat.

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