Therapiemöglichkeiten Schwitzen
Behandlungsmethoden Hyperhidrose: Vor- und Nachteile im Überblick
Sind Sie betroffen vom starken Schwitzen und einer übermäßigen Schweißproduktion? Klären Sie mit Ihrem Arzt ab, ob es sich eventuell um eine Hyperhidrose handelt. Egal wie hoch die Ausprägung des Schwitzproblems ist, oder um welche Form der Hyperhidrose es sich handelt, Sie werden dank eines Mediziners schnell eine Lösung finden!

Nach der Diagnose des Arztes setzt eine auf die Bedürfnisse des Patienten zugeschnittene Therapie an. Je nach Krankheitsform und Symptomen kann man unterschiedliche Wege einschlagen. Einfluß auf die Therapie nimmt unter anderem auch die betroffene Körperstelle, an der man vermehrt schwitzt. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die hilfreichen Möglichkeiten und lesen Sie alle Informationen nach. Schnell und bequem in der großen Tabelle der Therapie-Möglichkeiten.
| Behandlungs-verfahren | Wie es wirkt? | Welche Vorteile es hat? | Welche Nachteile es hat? | Wem es nützt? | Wer es zahlt? |
|---|---|---|---|---|---|
| Aluminiumchlorid | Verstopfen durch Pfropfbildung die Ausführungsgänge der Schweißdrüsen |
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Krankenkasse |
| Iontophorese | Mittels Strombäder. Der genaue Wirkmechanismus ist nicht 100%ig geklärt | Sicheres, fast nebenwirkungsfreies Behandlungsverfahren bei korrekter Durchführung |
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Krankenkasse. übernimmt bei nachgewiesener Wirksamkeit und entsprechenden Voraussetzungen auf Antrag auch die Kosten für ein Heimgerät |
| Tabletten: Anticholinergika | Hemmen den sympathischen Teil des vegetativen Nervensystem, der u.a. die Schweißdrüsen zur Schweißproduktion anregt | Gut wirksam bei Formen der Hyperhidrose, bei denen Aluminiumchlorid und Iontophorese nicht ausreichend helfen | Relativ viele Nebenwirkungen | v.a. auch bei Hyperhidrose am ganzen Körper, aber auch bei fokaler Hyperhidrose, wenn andere Therapieverfahren nicht wirkungsvoll sind oder nicht angewendet werden können | Krankenkasse |
| Sormodren | Besonderheit: wirkt im Körper, dringt aber auch über die Blut-Hirnschranke ins Gehirn ein mit entsprechenden Nebenwirkungen | Reduziert Schweißmenge bei regelmäßiger Einnahme nach einigen Wochen deutlich. |
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Wenn andere Therapieformen versagt haben oder nicht angewendet werden können | Krankenkasse |
| Vagantin | Besonderheit: wirkt nur im Körper, durchbricht nicht die Blut-Hirn-Schranke |
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v.a. Mundtrockenheit | Wie Sormodren®, aber auch für kurzfristigen Einsatz geeignet, z.B. vor besonderen Situationen wie z.B. Prüfungen, Bewerbungsgespräch o.ä. | Krankenkasse |
| Botulinumtoxin | Nervengift, das in die Haut gespritzt wird, dort die Ausschüttung des Botenstoffes Acetylcholin hemmt und so die Schweißproduktion reduziert |
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Krankenkasse zahlt evtl. auf Antrag, aber nur bei axillärer Hyperhidrose. Ansonsten muss Behandlung aus eigener Tasche finanziert werden. |
| Saugkürettage | Schweißdrüsen werden operativ unter örtlicher Betäubung unter der Hautoberfläche ausgeschabt und abgesaugt |
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Nur bei axillärer Hyperhidrose möglich | Krankenkasse entscheidet im Einzelfall |
| Endoskopische Sympathikusblockade (ESB) | Verschiedene Operationsverfahren, bei denen der Sympathikusnerv entweder im Brustbereich oder in der Lendengegend dauerhaft blockiert (z.B. durchtrennt, abgeklemmt, teilweise entfernt) wird |
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Nur bei fokaler (herdförmiger) Hyperhidrose, nicht bei generalisiertem Schwitzen am ganzen Körper | Krankenkasse entscheidet im Einzelfall |
Therapie gegen starkes Schwitzen
Um sich letztendlich für eine geeignete Therapie zu entscheiden, spielen ein paar wichtige Überlegungen eine Rolle, ob die jeweilige Behandlung die gewünschte Wirksamkeit entfalten kann.
- Effizienz – Ist die Therapiestufe ausreichend?
- Lokalisation der Schwitzherde – Ist das Verfahren für die jeweilige Schwitzproblematik wirkungsvoll und geeignet?
- Dauer der Wirksamkeit – Hält der positive Effekt nur ein paar Stunden, Wochen, Monate oder über Jahre an?
- möglichen Nebenwirkungen – Will man die Nebenwirkungen in Kauf nehmen oder ist die Anstrengung es einem nicht wert?
- Kosten – Übernimmt die Krankenkasse die Kosten der Therapie oder muss ins eigene Portemonnaie gegriffen werden? Wenn Letzteres der Fall ist – ist man willens und rein finanziell in der Lage dazu?
- Akzeptanz der Therapie – Gibt es Therapieoptionen, die man – aus welchen Gründen auch immer – prinzipiell ablehnt (z. B. einen operativen Eingriff)?
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