Eine Frau in den Wechseljahren (Klimakterium) kann es bezeugen, bei einer Grippe ist das Problem allgemein bekannt, Diabetiker wissen ebenso Bescheid und Krebspatienten leiden oft darunter: Der komplette Körper wird bei bestimmten Erkrankungen zusätzlich von Schweißausbrüchen geplagt. Der medizinische Fachbegriff lautet sekundäre Hyperhidrose.

Die sekundäre Hyperhidrose tritt als Folge oder in Begleitung einer anderen Erkrankung auf. Wie die Bezeichnung sekundär (lat. an zweiter Stelle) schon andeutet, kommt das übermäßige Schwitzen erst als eine Art Nebeneffekt zustande. Genauer gesagt handelt es sich um ein Teilsymptom einer ernst zu nehmenden Grunderkrankung.
Der behandelnde Arzt wird bei der Diagnostik feststellen, um welche Form der Hyperhidrose es sich handelt. Beispielsweise kann der Arzt anhand von Blutuntersuchungen weitere Rückschlüsse ziehen und gegebenfalls auch bestimmte Ursachen ausschließen.
Sekundäre Hyperhidrose und die möglichen Ursachen, die das Schwitzen auslösen:
Infektionskrankheiten, wie Lungenentzündung oder Grippe
Ungleichgewicht des Hormonhaushalts, wie in den Wechseljahren (Klimakterium)
Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose)
Neurologische Erkrankungen, wie Morbus Parkinson
Übergewicht (Adipositas)
Stoffwechselkrankheiten, wie Diabetes (Zucker)
Vergiftungen, wie eine Fliegenpilzvergiftung
Tumorerkrankungen, wie Leberkrebs
Psychiatrische Störungen, wie Angstzustände oder Neurosen
periphere oder zentrale Nervenschädigungen, wie Großhirn-Infarkt, Gehirnblutungen, Schädigungen im Bereich des Rückenmarks, chronisch neurogene Entzündungen oder andere Nervenerkrankungen
Nicht selten ist die hohe Transpiration auch eine unerwünschte Nebenwirkung bei der Einnahme von Medikamenten, die man in Folge der Erkrankungen einnimmt. Verschiedene Inhaltsstoffe können die Schweißsekretion auslösen oder verstärken. Selbstverständlich reagiert jeder Patient bezüglich möglicher Nebenwirkungen von Arzneimitteln anders.
Diese Form des krankhaften Schwitzens erstreckt sich meistens auf den ganzen Körper (generalisierte Hyperhidrose). In wenigen Ausnahmefällen sind nur einzelne Partien, also ein Krankheitsherd an einer bestimmten Körperstelle (fokal), stärker betroffen.
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