Schwitzen an den Händen

Schweißhände

Das krankhafte Schwitzen an den Händen oder umgangssprachlich ausgedrückt die Schweißhände bezeichnet man medizinisch mit dem Krankheitsbegriff Hyperhidrosis Palmaris. Bei Personen mit Hyperhidrose kommt diese Form (Lokalisation) der Schwitz-Krankheit sehr häufig vor. Oft beginnen die enormen Probleme mit den Schweißhänden in der Pubertät und/oder sind vererbt.

 

Übermäßige Schweißabsonderungen sind gerade in den Handinnenflächen keine Seltenheit, denn die meisten ekkrinen Schweißdrüsen befinden sich in dem Bereich der Hände und Füße. Durchschnittlich bis zu 400 Drüsen pro cm² Haut. Die Produktion von Schweiß wird über das vegetative Nervensystem angesteuert.

Symptome und Schweregrad

Üblicherweise erfolgt in vielen Fällen eine Zuordnung der vorliegenden Hyperhidrose (eines Patienten) in drei Schweregrade. Die Einteilung in diese Schweregrade richtet sich bei einer Hyperhidrosis Palmaris nach der sichtbaren Ausprägung des Schweißes an den Handflächen.

Grad 1: Leichte Hyperhidrose

  • Stark erhöhte Hautfeuchtigkeit

Grad 2: Mäßig starke Hyperhidrose

  • Schweißperlen bilden sich
  • Begrenzung der Schweißausbrüche auf den Schwitzherd

Grad 3: Starke Hyperhidrose

  • Abtropfen von Schweiß
  • Transpiration betrifft auch die Streckseiten der Finger, sowie den seitlichen Rand der Hand

Soziale Probleme und Belastung für die Psyche

Obwohl fast jeder Mensch schon einmal selbst mit schwitzigen Händen zu tun hatte, ist das Ausmaß einer ausgeprägten Hyperhidrosis Palmaris um einiges unangenehmer in Bezug auf die Umwelt. Zwar kennt man die Problematik, beispielsweise wenn eine Stress-Situation (Angst, Unannehmlichkeiten, hohe Belastung, Aufregung) vorhanden ist, die Probleme eines Hyperhidrose-Patienten werden leider trotzdem nicht immer gesellschaftlich akzeptiert.

Es kann zu sozialen Abgrenzungen kommen, wenn Gepflogenheiten wie das Hände schütteln ignoriert werden. Betroffene möchten lediglich peinlichen Situationen und Fragen bezüglich der Schweißhände umgehen, es kann aber als Affront gewertet werden.

Probleme im Job

Aber es ergeben sich auch weitere Schwierigkeiten: Nicht nur durch die Beeinträchtigung im Hinblick auf die sozialen Kontakte, sondern auch im beruflichen Alltag. Ist die Hyperhidrosis Palmaris so stark ausgeprägt, dass der gewählte Beruf nicht mehr ausführbar ist, kann das für die Betroffenen ein großes Problem darstellen. Gerade in Berufen wie Feinmechaniker, Musiker oder Zahntechniker können die schwitzenden Hände eine enorme Einschränkung bedeuten oder sogar einen Jobwechsel erforderlich machen.

Author: admin
Stand: 24.01.2010