Schweißdrüsen

Ekkrine und apokrine Drüsen

Die Schweißdrüsen gehören zu den Hautanhangsgebilden (zum besseren Verständnis: Auch Haare und Fingernägel zählen dazu). Sie befinden sich in der Lederhaut (Dermis) und im Unterhautfettgewebe (subkutanen Fettgewebe). Die Drüsen produzieren Schweiß, der über Poren an die Hautoberfläche abgegeben wird.

Beim Menschen unterscheidet man zwischen zwei unterschiedlichen Typen von Schweißdrüsen: ekkrine und apokrine Schweißdrüsen. Dabei sind sowohl Form als auch Funktion verschieden. Bei Hyperhidrose-Patienten, die unter einer übermäßig hohen Transpiration leiden, sind die ekkrinen Drüsen stark vergrößert.

Schweißdrüsen: Normal und krankhaft vergrößert

Schweißdrüse bei einem gesunden Menschen (links) und bei einem Hyperhidrose-Patienten (rechts).

Klimaanlage: die ekkrinen Schweißdrüsen

Ekkrine Schweißdrüsen steuern den WärmehaushaltVerantwortlich für die Regulation des menschlichen Wärmehaushalts sind die ekkrinen Schweißdrüsen. Fast am gesamten Körper kommen die knapp 0,4 Millimeter dicken Drüsen vor, die von einer Basalmembran (Membrana basalis) umgeben sind. Vermehrt treten sie aber im Areal der Handinnenflächen, unter den Achseln, in der Ellenbeuge, auf der Stirn und unter den Fußsohlen auf. Insgesamt besitzt der Körper des Menschen 2 bis 4 Millionen ekkrine Schweißdrüsen. Die ekkrine Schweißdrüse besteht aus zwei wichtigen Teilen: Drüsenendstück und Ausführungsgang. Im knäuelförmigen Drüsenendstück wird der Schweiß produziert und über den Ausführungskanal an die Hautoberfläche abgegeben.

Duftdrüsen: die apokrinen Schweißdrüsen

Apokrine Schweißdrüsen befinden sich vermehrt in den AchselnDie apokrinen Schweißdrüsen werden als Duftdrüsen bezeichnet. Sie spielen bei der Thermoregulation des Körpers keine Rolle und übernehmen mit der Absonderung von Duftstoffen eine Spezialfunktion. Die Drüsenkörper der apokrinen Schweißdrüsen haben einen Durchmesser von bis zu 0,5 Millimetern und sind damit etwas größer als die der ekkrinen Schweißdrüsen. Die Duftdrüsen liegen im Unterhautgewebe und der Drüsengang mündet in einem Haarfollikel.

Ansonsten bestehen sowohl die Duftdrüsen als auch die ekkrinen Drüsen aus einem Drüsenendstück und einem Ausführungsgang. Apokrine Schweißdrüsen werden erst in der Pubertät aktiv. Gerade bei starken emotionalen Reizen wird das Sekret der Duftdrüse abgesondert. Nur an bestimmten Körperstellen treten die apokrinen Schweißdrüsen auf:

  • Achselhöhle
  • Brustwarze
  • Genital- und Analgegend
  • Bauchnabel
  • (relativ wenige im) Gesichtsbereich

 

Bilder: 

© olly - Fotolia.com (mitte)
© Katie Little - Fotolia.com (unten)

Author: admin
Stand: 24.01.2010