Chromhidrose (Chromhidrosis) ist keine eigenständige Krankheit, sondern der Oberbegriff für Farbschweiß, unabhängig davon, welche Ursache er hat.
Farbschweiß wird meistens von apokrinen Schweißdrüsen abgesondert, bevorzugt in den Achseln, aber auch im Stirn- oder Wangenbereich.
Verantwortlich für den verfärbten Schweiß ist das Pigment Lipofuscin, das sich vermehrt in den apokrinen Schweißdrüsen ablagert. Je nach Oxidationsstufe des Lipofuscins sieht man die Schweißflecken in unterschiedlichen Farbabstufungen, von gelb, grün über blau bis schwarz.
Farbschweiß kann auch über die merokrinen Schweißdrüsen ausgeschieden werden. Ursache sind vermutlich mit der Nahrung aufgenommene, wasserlösliche Substanzen wie Metalle, Abbaustoffe von Medikamenten oder andere Chemikalien. So gab es vereinzelt Fälle, bei denen sich der Achselschweiß nach dem Verzehr von Chips rötlich verfärbt hat.
Der ursprünglich durchsichtige Schweiß verfärbt sich erst im Nachhinein auf der Hautoberfläche, entweder durch bestimmte Substanzen (Deodorantien, Castellani-Lösung) oder durch auf der Haut siedelnde und Farbstoff bildende Mikroorganismen (z.B. Bakterien wie das Corynebacterium tenuis). Der Schweiß verfärbt sich dann in den Achselhöhlen rötlich oder bräunlich.
Als Hämhidrose bezeichnet man die Beimengung von Blut zum Schweiß, der sich dadurch rötlich färbt. Vermutet wird eine erhöhte Durchlässigkeit der Wand kleinster Blutgefäße, die die Schweißdrüsen versorgen.
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