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Schwitzen bei Teenagern

Hyperhidrose in der Pubertät

Als wäre die Zeit, in der sich der Körper und auch das Seelenleben ziemlich dramatisch verändern, nicht schon schwierig genug!Vielen machen zudem starke Schwitzattacken zu schaffen. Selbst dann, wenn sie sich körperlich gar nicht anstrengen. In der Pubertät vermehrt zu schwitzen, ist normal. Aber was heißt schon normal, wenn einem der Schweiß von der Stirn tropft, man das Gefühl hat, dass sich in den Achseln ein Wasserfall ergießt oder an Händen und Füßen plötzlich eine nie versiegende Quelle entspringt!

Die Pubertät beginnt bei Mädchen etwa ab dem 10., bei Jungen etwa ab dem 12. Lebensjahr und dauert durchschnittlich acht Jahre. Einziger Sinn der Pubertät ist es, den Körper so umzustellen, dass aus Mädchen Frauen und aus Jungen Männer werden, die geschlechtsreif sind. Diese Veränderung bewirken Hormone, bei Jungen vor allem Testosteron, bei Mädchen hauptsächlich Östrogene.

Es bilden sich typische Geschlechtsmerkmale aus: die für Männer und Frauen typische Körperbehaarung, bei Mädchen entwickeln sich Brust und Gebärmutter, sie bekommen erstmalig ihre „Tage“ und bilden befruchtungsfähige Eizellen in den Eierstöcken, bei Jungen wachsen Penis und Hoden, so dass die Produktion befruchtungsfähiger Spermien beginnt.

Stimmungsschwankungen
Hormone bewirken im Zusammenspiel mit anderen Faktoren auch die typischen Stimmungsschwankungen, die man wohl am besten mit Goethe beschreiben kann: „himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt".

Veränderungen der Schweißdrüsen

Der Mensch besitzt zwei Arten von Schweißdrüsen. Da sind zum einen die ekkrinen Schweißdrüsen, die fast überall über den Körper verteilt sind und einen geruchlosen Schweiß absondern, der vor allem der Kühlung des Körpers dient, wenn er überhitzt ist. Der Schweiß beginnt erst zu riechen, wenn er auf der Hautoberfläche durch Bakterien zersetzt wird. Die apokrinen Schweidrüsen, auch „Duftdrüsen“ genannt, sind nur an bestimmten Körperstellen zu finden: Achselhöhle, Brustwarze, Genital- und Analgegend, Bauchnabel und einige wenige im Gesicht. Diese Schweißdrüsen nehmen ihre Arbeit erst mit Beginn der Pubertät unter Einfluss der Geschlechtshormone auf und sondern vor allem Duftstoffe ab.

Das hat einen tieferen Sinn, denn in den Duftstoffen sind Lockstoffe enthalten, die das andere Geschlecht wahrnimmt, ohne sie bewusst zu riechen. . Der Einfluss der Gefühle auf das Schwitzen Die Duftdrüsen werden durch Gefühle angeregt, Sekret zu produzieren: Angst, Nervosität, Unsicherheit –besonders typische Gefühlszustände für die Zeit der Pubertät – können eine wahre Schweißflut auslösen.

Harmlos oder prägend für später?

Bei den meisten Jugendlichen normalisiert sich das übermäßige Schwitzen mit Ende der Pubertät wieder. Man weiß aber leider nicht vorher, ob dies so sein wird. Wer sich durch die Schwitzattacken nicht allzu sehr beeinträchtigt fühlt, der kann die Zeit getrost abwarten. Wem der übermäßige Schweiß allerdings so peinlich ist, dass er den Kontakt zu Freunden meidet, sich immer mehr in ein Schneckenhaus zurück zieht, der sollte sich einem Arzt anvertrauen und Hilfe suchen. Denn es besteht die Gefahr, dass man zum Einsiedler wird und aus dieser Rolle nicht mehr alleine herausfindet.

Tipps gegen das Schwitzen

  • Saunabesuche trainieren die Schweißdrüsenfunktion.
  • Salbeitee hilft gegen milde Formen übermäßigen Schwitzens.
  • Täglich duschen sollte selbstverständlich sein; Waschungen mit Salbeiaufgüssen oder Apfelessig wirken adstringierend, also zusammenziehend auf die Schweißdrüsen.
  • Deopräparate können bei mäßigem Achselschweiß hilfreich sein und verhindern unangenehmen Geruch.
  • Ausreichend zu trinken ist wichtig, damit dem Körper genug Flüssigkeit zugeführt wird, die er durch das Schwitzen verlieren kann. Gut geeignet sind Fruchtschorlen oder Mineralwasser, weil sie dem Körper wichtige Mineralstoffe zuführen, die mit dem Schweiß ausgeschieden werden.
    Schwitzen als Krankheitsursache
    Wenn alles nicht hilft: starkes Schwitzen kann auch Anzeichen einer Erkrankung sein, die von einem Arzt untersucht und behandelt werden muss.
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Letzte Änderung: 11.07.2010
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