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Schwitzen als Krankheit

Hyperhidrose erkennen

Unter dem Krankheitsbild Hyperhidrose versteht man eine erhöhte Schweißabsonderung, die über die wärmeregulierende Funktion für den menschlichen Körper hinausgeht. Darin ist das vermehrte Schwitzen nicht eingeschlossen, das beispielsweise bei erhöhter körperlicher Betätigung auftritt.

Starkes Schwitzen: Die Krankheit HyperhidroseLäuft die Thermoregulation regelkonform ab, ist die starke Schweißproduktion physiologisch in Ordnung. Einfach gesagt bedeutet dies, dass in solchen Situationen die „Klimaanlage“ des Menschen auf volle Leistung gestellt ist. Körperlich anstrengende Tätigkeiten oder auch eine heiße Umgebungstemperatur sind oftmals der Auslöser.

Jeder kennt Situationen, in denen der Schweiß buchstäblich aus jeder Pore „rinnt“: beim Sport, im Sommer oder in der Sauna. Die Schweißdrüsen nehmen ihre Arbeit auf, weil das vegetative Nervensystem auf solche Reize schützend reagiert. Durch den Verlust beziehungsweise die Sekretion von Schweiß wird die Thermoregulation aktiviert und ebenso das Blut in den Hautkapillaren abgekühlt.

Ursache: Primäre und sekundäre Hyperhidrose

Anders hingegen sieht es bei der Hyperhidrose aus: Die Absonderung großer Mengen Schweiß unterliegt nicht mehr dem natürlichen Wärmeausgleich. In den meisten Fällen tritt starker Schweiß vor allem unter den Achseln, an den Händen und/oder den Füßen, der Stirn, der Kopfhaut und im Rückenbereich (Nacken) auf. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einer primären und einer sekundären Hyperhidrose.

Bei der primären Hyperhidrose liegt keine externe Ursache vor; bei der sekundären Hyperhidrose ist das starke Schwitzen jedoch eine Begleiterscheinung einer anderen Grunderkrankung, die meistens im neurologischen oder internistischen Bereich zu finden ist. Darunter fallen unter anderem Probleme mit ...

  • dem Gewicht (Adipositas - Fettleibigkeit).
  • der Schilddrüse (Hyperthyreose - Überfunktion der Schilddrüse).
  • psychischen Erkrankungen.
  • Zucker (Diabetes mellitus - chronische Erhöhung des Blutzuckers).
  • dem Bluthochdruck (Arterielle Hypertonie - erhöhter systolischer und diastolischer Blutdruck).

Auslöser für eine Hyperhidrose

Es können aber auch grundlegende Nervenschädigungen der Auslöser sein. Darunter fallen beispielweise:

  • ein Großhirn-Infarkt.
  • eine Gehirnblutung.
  • chronisch neurogene Entzündungen oder Verletzungen im Bereich des Rückenmarks.

Lokalisation: Fokale und generalisierte Hyperhidrose

Neben der Einteilung der Schwitzproblematik in eine Variante ohne erkenntlichen Auslöser und eine Form mit vorliegender Grunderkrankung, kann man die Hyperhidrose noch über die Lokalisation definieren. Ausschlaggebend ist dafür, in welcher Körperregion man schwitzt. Bezeichnet wird das als fokale Hyperhidrose und bedeutet ein Schwitzen an bestimmten Körperstellen (Achseln, Hände, Füße etc.). Betrifft die Hyperhidrose den ganzen Körper, spricht man von einer generalisierten Hyperhidrose. In vielen Fällen kombinieren sich die primäre und fokale Hyperhidrose, sowie die sekundäre und generalisierte Hyperhidrose.

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Letzte Änderung: 13.08.2010
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