Behandlungsmethoden bei Hyperhidrose
Nichtinvasive, halbinvasive und invasive Therapien
Die verschiedenen Möglichkeiten eine Hyperhidrose (krankhaft vermehrtes Schwitzen) zu kurieren, lassen sich in mehrere Vorgehensweisen unterteilen. Es gibt die nichtinvasiven, halbinvasiven und invasiven Behandlungsmethoden.
Welcher Weg besonders geeignet ist, um die jeweilige Form und Ausprägung der Hyperhidrose zu heilen, entscheidet sich an dem Gesamtbild der Krankheit.
Der zuständige Arzt betrachtet dabei die objektiven Messwerte aus den Testverfahren (Minor-Test, Gravimetrie), durchleuchtet die Krankengeschichte des Patienten, zieht klinische Befunde zu Rate und unterhält sich mit dem Hyperhidrotiker über sein persönliches (subjektives) Empfinden.
Therapie gegen Schwitzen
Die Behandlungsmethoden der Hyperhidrose lassen sich einteilen in drei Gruppen, die sich darin unterscheiden, wie invasiv sie sind. In der Medizin bedeutet invasiv (von lat. invadere = eindringen), dass mit Hilfe von medizinischen Geräten zur Diagnostik bzw. Therapie die Körperoberfläche durchbrochen wird, am deutlichsten bei einer Operation. Auch Medikamente dringen in das Körperinnere ein, allerdings nicht mittels medizinischer Geräte; deshalb zählen sie zu den nichtinvasiven Behandlungsmethoden. Die drei verschiedenen Behandlungsmethoden gegen starkes Schwitzen in der Hyperhidrosetherapie sind:
- Nichtinvasive Behandlungsmethoden
Darunter fallen zum Beispiel die Lokaltherapeutika wie Deodorantien und Antitranspirantien, einzunehmende orale Wirkstoffe wie Methantheliniumbromid und Bornaprinhydrochlorid oder bei leichten Formen Salbei. Zu den nichtinvasiven Behandlungsmethoden zählt ebenfalls die Elektro-Therapie Iontophorese.



- Halbinvasive Behandlungsmethoden
Am gebräuchlichsten ist zum Beispiel die Therapie mit Botulinumtoxin.

- Invasive Behandlungsmethoden
Darunter fallen die verschiedenen Operationsverfahren wie eine Schweißdrüsenexzision, Schweißdrüsensaugkürettage und die Sympathektomie.

Invasiv gleich risikoreich?
Es ist ein Irrglaube, dass „höhere“ Therapiestufen grundsätzlich auch mit höheren Risiken behaftet sind. So können wirksame Medikamente Risiken ausschalten, die durch eine nicht oder nicht ausreichend behandelte Krankheit entstehen würden. Wiederum kann zum Beispiel eine Operation riskante Nebenwirkungen von Medikamenten, die ohne Operation eingenommen werden müssten, vermeiden.
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