Mittel gegen Schwitzen und Hyperhidrose
Tabletten zur Einnahme bei einer Hyperhidrose-Behandlung

In der Substanzklasse der Anticholinergika gibt es in Deutschland zwei Wirkstoffe, die häufig für eine systemische Therapie bei Hyperhidrose verschrieben werden. Dabei handelt es sich um das Anticholinergikum Bornaprinhydrochlorid und Methantheliniumbromid. Im Gegensatz zu anderen als "Wundermittel" gegen das Schwitzen angepriesenen Präparate, haben sie sich in der Praxis bewährt.
Anticholinergika – gegen das Ganzkörper-Schwitzen
Anticholinergika hemmen die Wirkung von Acetylcholin, dem Boten- bzw. Überträgerstoff im Nervensystem, der die Schweißdrüsen zur Produktion und Sekretion von Schweiß anregt. Anticholinergika wirken aber nicht nur spezifisch auf die Schweißdrüsenfunktion, sondern unterdrücken auch Nervenreize, die andere Drüsen des Körpers (z. B. Speicheldrüsen, Tränendrüsen) stimulieren und die glatte Muskulatur kontrahieren, also zusammenziehen lassen. Glatte Muskulatur befindet sich in vielen inneren Organen und kann im Gegensatz zur Skelettmuskulatur, die die Bewegung des Körpers ermöglicht, nicht willentlich beeinflusst werden.
Positive Erfahrungswerte gibt es bezüglich der Wirksamkeit bei generalisierter und fokaler Hyperhidrose mit den Medikamenten Vagantin® und Sormodren®. Die enthaltenen Wirkstoffe heißen:
Weitere Substanzgruppen gegen das Schwitzen
Es gibt eine Reihe weiterer Medikamente, von denen es Berichte über die Wirksamkeit gegen starkes Schwitzen gibt. Allerdings sind diese Medikamente nicht zur Behandlung einer Hyperhidrose zugelassen. Diese verschreibungspflichtigen Präparate kommen nur in Ausnahmefällen und nach einer ausführlichen Rücksprache mit dem behandelnden Arzt bei einer Hyperhidrose-Behandlung in Betracht.
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