Eine Sonderform der starken Transpiration ist das Gustatorische Schwitzen. Unter den eher seltenen Formen der Hyperhidrose, ist das sogenannte Geschmacksschwitzen oder auch Frey-Syndrom am weitesten verbreitet.
Es äußert sich, wenn die sogenannten gustatorische Reize in Kraft treten. Das sind (Geschmacks-)Reize wie essen, kauen, lutschen, schmecken oder beißen. Beim Verzehr vornehmlich von scharfen Speisen kommt es zu starker Transpiration hauptsächlich im Gesichts- und Halsbereich. Das Gustatorische Schwitzen wird insgesamt in zwei Formen unterschieden:
In der Medizin ist das Gustatorische Schwitzen bekannt unter dem Namen Frey-Syndrom. Ausgelöst wird das Frey-Syndrom häufig in Folge einer Sympathektomie, also einer Operation am Sympathikus. Aber auch andere Traumen oder Operationen im Kopfbereich kommen in Frage und können als Nebenwirkung diese Störung hervorrufen.
Ein Anzeichen für diese krankhafte Form des Geschmacksschwitzen ist das einseitige transpirieren im Bereich der Wange. Aber auch andere große Hautflächen im Kopfbereich können betroffen sein. Erkennungsmerkmal ist das einseitige Schwitzen nur in einer Gesichtshälfte. Zusätzlich kommen relativ häufig Schmerzen, Hautrötungen und Gefühlsstörungen in dem jeweiligen Bereich hinzu.
Bei scharf gewürzten Speisen kommt man oft ins Schwitzen. Zunächst wird die Mundschleimhaut stark gereizt. Dadurch wird die Durchblutung angeregt und in der Folge erweitern sich die Blutgefäße, das Herz schlägt schneller und die Körpertemperatur steigt an (Stichwort: Wärmeregulation).
Der Körper produziert mehr Schweiß und damit soll der Organismus vor einer Überhitzung geschützt werden. Das ist ein ganz normaler physiologischer Vorgang und ist nicht gleichzusetzen mit dem krankhaften Geschmacksschwitzen. Die erhöhte Schweißsekretion betrifft vor allem den Gesichtsbereich: Nase, Wangen, Stirn und Oberlippen. Während des Essens tritt das Geschmacksschwitzen dabei gleichmäßig an diesen Körperstellen auf.
Bilder: © Elena Moiseeva - Fotolia.com (oben)
© Meddy Popcorn - Fotolia.com (mitte)
© quayside - Fotolia.com (unten)
Bitte beachten Sie: wir dürfen ausschließlich informieren. Alles weitere übernimmt der Arzt Ihres Vertrauens.