Viele Forschungen und Studien beschäftigen sich mit den auf diesen Internetseiten vorgestellten Therapien bei Hyperhidrose. Es gibt Studien zur Wirksamkeit verschiedener Aluminiumsalz-Präparate, zur systemischen Anwendung von Anticholinergika im Vergleich mit Patienten, die ein Placebo-Präparat (Präparat ohne Wirkstoff) erhalten haben, oder zu verschiedenen Botulinumtoxin-Anwendungen. Letztendlich werden diverse Parameter geändert, um eine optimale Therapie der Hyperhidrose zu erreichen.
Bahnbrechend Neues ist davon kaum zu erwarten, denn all diese Therapien erreichen eine Symptom-, keine Ursachenbekämpfung. Seit einiger Zeit wird auch eine Ultrathermie-Therapie propagiert. Ursprünglich für die Faltenbekämpfung eingesetzt, hat sich auch in der Behandlung bösartiger Tumoren herausgestellt, dass eine auf ca. 75 °C erhitzte Kochsalzlösung, lokal injiziert, das Wachstum der entarteten Zellen stoppt. Auch bei Hyperhidrose scheint die Methode wirksam zu sein. Die speziell erhitzte Kochsalzlösung wird mit einer speziellen Spritze injiziert und soll die entsprechenden Drüseneiweiße, die normalerweise bei maximal 45 °C denaturieren, zerstören und so die übermäßige Schweißproduktion dauerhaft verhindern.
Ein allgemein anerkannter wissenschaftlicher Nachweis der Wirksamkeit steht noch aus. Insbesondere aus dem angloamerikanischen Raum gibt es genetische Studien, die sich der genetischen Veranlagung zur Hyperhidrose widmen. Es ist bekannt, dass Hyperhidrotiker häufig Familienmitglieder haben, die ebenfalls stark schwitzen. Dieser genetische Forschungsansatz würde erstmals ein Gen isolieren, das für die übermäßige Schweißproduktion verantwortlich ist und entsprechend eine ursächliche (Gen-) Therapie ermöglichen.
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