Forschung gegen Achselschweiß

Achselnässe und Schweißgeruch vermeiden

AchselschweissNach Achselschweiß riecht niemand gerne: Daher werden immer neuere Methoden und Inhaltsstoffe entwickelt, die den unangenehmen Schweißgeruch eliminieren oder überdecken sollen. Gerade im Achselbereich kann sich der Geruch besonders stark entwickeln. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn mindesten 50 verschiedene Bakterienarten siedeln sich in der menschlichen Achsel an. Beim Abbau des Schweißes produzieren sie dann den typischen Achselschweißgeruch.

Bakterien und die Entstehung von Achselschweiß

Die wichtigsten „Lebens-Bedürfnisse“ werden für Bakterien im Körperareal der Achseln gewährleistet: Es ist feuchtwarm, dunkel und die Keime können sich dort gut entwickeln. Unter den Achseln befinden sich hauptsächlich die apokrinen Schweißdrüsen. Sie spielen bei der Thermoregulation des Körpers keine Rolle und übernehmen mit der Absonderung von Duftstoffen eine Spezialfunktion. Die Drüsenkörper der apokrinen Schweißdrüsen haben einen Durchmesser von bis zu 0,5 Millimetern und sind damit etwas größer als die der ekkrinen Schweißdrüsen. Die Duftdrüsen liegen im Unterhautgewebe.

Funktion der Duftdrüsen

Die Duftdrüsen sondern bei (sexueller) Erregung Körperflüssigkeit ab und dieser Duftstoff übernimmt vor allem in der geschlechterspezifischen Geruchs-Kommunikation eine wichtige Hauptrolle. Die Flüssigkeit kann aber auch abgesondert werden, wenn ein Mensch Angst hat. Anders als der normale Kühlungsschweiß, der von den ekkrinen Schweißdrüsen großflächig über den ganzen Körper abgegeben wird, enthält apokriner Schweiß eine andere Zusammensetzung. Ekkriner Schweiß besteht hauptsächlich aus Wasser und Salz.

Demgegenüber produzieren die kleinen apokrinen Knäueldrüsen einen Stoff,  der reichhaltig an Aminosäuren, Fetten und Proteinen ist. Bei der Zersetzung durch die Bakterien entsteht dann der unangenehme Körpergeruch und auch Achselschweißgeruch. Vor allem Staphylokokken und Corynebakterien verwerten die Inhaltsstoffe. Übrig bleiben kurze Fettsäuremoleküle, die nicht weiter verwertet werden können.
 

Bild: © PictureArt - Fotolia.com

Author: nknelleken
Stand: 04.10.2010