Drüsen und Schwitzen

Drüsen (Glandulae): Welche Funktion haben die Drüsen?

DrüsenDie Drüsen des menschlichen Körpers heißen in der Medizin Glandulae. Anatomisch betrachtet ist die Drüse ein Organ, das eine Substanz bilden kann und dieses Sekret z.B. über die Haut ausscheidet. Drüsen können die produzierte Substanz aber auch als Hormon in die Blutbahn abgeben.

Exkretorische und inkretorische Drüsen

Man kann Drüsen in zwei Kategorien einteilen: exkretorisch und inkretorisch. Exkretorische Drüsen besitzen einen Ausführungsgang, durch den das Sekret nach außen transportiert werden kann. Zum Beispiel die Schweißdrüse besteht aus einem Drüsenendsack und einem Ausführungsgang. Im knäuelförmigen Drüsenendstück wird der Schweiß produziert und über den Ausführungskanal an die Hautoberfläche abgegeben. Die inkretorischen Drüsen besitzen keinen Ausführungsgang und geben ihre Wirkstoffe (z.B. Hormone) direkt ins Blut ab.

Unterschiede in der Sekretion

Neben der Einteilung in exkretorische und inkretorische Drüsen, unterscheidet man noch die verschiedene Sekretionstypen:

  • Merokrine Sekretion (oder auch ekkrin): Kleine und kaum sichtbare wässrige Sekrettropfen werden aus der Körperzelle heraus transportiert (Vorgang der Exozytose). Die Zelle bleibt erhalten.(Beispiel: Schweißdrüsen)
  • Apokrine Sekretion: Proteinhaltige Sekrete werden produziert. Bei der Sekretabgabe wird ein Teil der Zelle abgeschnürt und ebenfalls abtransportiert. (Beispiele: Milchdrüsen, Duftdrüsen)
  • Holokrine Sekretion: Der gesamte Zellinhalt wird zum Sekret umgewandelt. Die Zellen bleiben nicht erhalten und müssen ständig neu gebildet werden. (Beispiel: Talgdrüsen)

 

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Author: nknelleken
Stand: 18.05.2010