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StartseiteDiagnostikDiagnoseweg

Anamnese oder die Erfragung der Krankengeschichte

Der Weg zur Diagnose

In der Anamnese (altgr.: Erinnerung) erfragt der Arzt die Krankengeschichte seines Patienten. Das ist wichtig und hilfreich, um die richtige Diagnose zu ermitteln. Behutsam werden bei der Anamnese mehrere Lebensbereiche untersucht und sorgfältig die gesundheitlichen Probleme des Patienten überprüft. Das ist ein sinnvoller Schritt auf dem Weg zur Heilung.

Dabei ist nicht nur Raum für ganz aktuelle Beschwerden: Der Patient soll auch aus seiner Sicht schildern, welche psychischen und sozialen Belastungen für ihn mit seinem Leiden verbunden sind. Eine sorgfältige Anamneseerhebung schließt immer körperliche, psychische und soziale Aspekte mit ein und hilft auf dem Weg hin zur richtigen Diagnose.

Der Weg zur Diagnose

Mit Hilfe einer umfassenden Anamnese kann der Arzt eingrenzen, welche Diagnose wahrscheinlich ist und welche eher nicht. Um zu einem endgültigen Ergebnis zu kommen, schließen sich weitere Untersuchungen beziehungsweise Testverfahren an.

Die Krankengeschichte
Um die Ursache der Krankheit zu finden überprüft der Arzt drei Bereiche:
Eigen-, Familien- und Sozialanamnese.

Die Bestandteile der Anamnese

1. Auftreten der Schwitzprobleme

Eigenanamnese: Diagnose HyperhidroseIn der Eigenanamnese schildert der Patient seine aktuellen Beschwerden, die ihn zum Arzt geführt haben. Anschließend versucht der Arzt durch gezieltes nachfragen herauszufinden, wann dem Patienten sein vermehrtes Schwitzen zum ersten Mal aufgefallen ist, in welchem Zusammenhang, zum Beispiel in welchen alltäglichen Situationen, das Schwitzen zum ernsten Problem geworden ist.

2. Familiengeschichte, Vererbung und Vorerkrankungen

Familiengeschichte: Aspekt Vererbung und Genetik bei der AnamneseIn der Familienanamnese wird nach Erkrankungen von Verwandten gefragt, vornehmlich nach solchen Erkrankungen, die in der Familie gehäuft auftreten oder bei denen eine erbliche Komponente eine Rolle spielt, wie z.B. bei der Hyperhidrose. Aber auch jene Erkrankungen werden mit einbezogen, die Hinweise auf eine dem Schwitzen zugrunde liegende Krankheit liefern.

3. Beruf, Freundeskreis und Umfeld

Freunde und Job: Soziale Aspekte in der KrankengeschichteIn der Sozialanamnese macht sich der Arzt ein Bild vom Umfeld des Patienten: Beruf, Familie, Partnerschaft, das Engagement im Freundeskreis, in Vereinen und so weiter. Haben sich die sozialen Kontakte mit fortschreitender Schwitzproblematik verringert, ist das bereits ein Hinweis auf gesunkene Lebensqualität. Andererseits können stabile soziale Kontakte die Therapie unterstützen.

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Letzte Änderung: 30.04.2011
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