Deo als Pflegemittel

Kein Schweißgeruch?

Deodorants gibt es in Hülle und Fülle: In der Spraydose, als kleiner Stick, als Roll-On, als Zerstäuber oder als Creme. Neben der großen Auswahl der Form, kommen noch alle erdenklichen Duftnoten hinzu. Diese enorme Vielfalt hat unter anderem zu der Verbreitung der Deodorantien beigetragen. Was aber nützen die alltäglichen Pflegemittel tatsächlich gegen den starken Schweiß?

Deos gegen Achselschweiß: Der gute Duft für jeden Tag!

Die eigene Vorliebe entscheidet, ob man ein Deo kauft das blumig, würzig oder gleich nach der kompletten Brise des Meeres duftet. Aber egal welche Parfümstoffe wie Vanille, Zitrone oder Mandel das gewünschte Produkt erhält, eines haben die Deos gemeinsam: Das Pflegemittel wird direkt auf die Haut aufgetragen und soll den Schweißgeruch kontrollieren.

Deodorant verhindert Schweißgeruch

Deodorantien (kurz: Deos) haben keinerlei Einfluss auf die Stärke der Schweißproduktion bzw. die Menge des austretenden Schweißes. Die Hauptaufgabe des Körperpflegemittels ist es, den unangenehmen Geruch zu überdecken und zu reduzieren. Frischer Schweiß ist normalerweise geruchslos. Bei der auf der Hautoberfläche stattfindenden bakteriellen Zersetzung einzelner Schweißbestandteile, wie beispielsweise Harnstoff, entsteht erst der typische Schweißgeruch. Um diesen Geruch einzugrenzen enthalten Deodorants (lateinisch für "Entriecher") Bestandteile wie Parfümstoffe und antibakteriell wirkende Substanzen.

24 Stunden Frische

Nach reinen Deodorantien muss man heute in den Regalen der Drogerieketten gezielt suchen. In der Regel sind alle angebotenen Deos Mischpräparate, deren Wirksamkeit durch Beimischung von Adstringentien und Antitranspirantien erhöht bzw. verlängert wird

Deodorantien sind leicht anzuwenden, preiswert, in jedem Supermarkt und jeder Drogerie erhältlich.

Behandlung nur mit Deos sind meistens bei vermehrten Schwitzen (Hyperhidrosis) nicht ausreichend. Sie sind zudem nur für bestimmte Körperregionen wie zum Beispiel die Achselhöhlen geeignet.
 

Deodorant gegen Schweißgeruch 48-Stunden-Deo

Oftmals enthalten auch die 48-Stunden-Deos solche Bestandteile, damit effektiv eine geruchshemmende Wirkung einsetzt und über Stunden anhalten kann. Je nach Hersteller und Produkt können die „Ergebnisse“ für den Verbraucher variieren. Es spielen eine Menge Faktoren eine Rolle, unter anderem wie hoch die Schweißproduktion ist, also die Ausprägung der Schwitzareale. Deodorants werden auf die entsprechenden Körperstellen aufgetragen. Gerade unter den Achseln ist der Einsatz der Pflegemittel gefragt, weil die meisten Menschen im axillären Bereich besonders schwitzen.
 
Die Deodorants reduzieren die Anzahl der Bakterien, die für den typischen Schweißgeruch sorgen. Den Bakterien wird die Nahrungsgrundlage entzogen. Die in Deos enthaltenden Antitranspirantsalze lösen sich zudem im Schweiß auf. In der Folge bildet sich eine Art Korken am Kanal der Schweißdrüse. Es kann weniger Schweiß austreten.
 

Hilfe gegen starkes Schwitzen?

Leidet man unter einer verstärkten Schweißproduktion (oder krankhaften Form = Hyperhidrose) können Deodorants den Schweiß aber nicht unbedingt ausreichend eingrenzen. Das Problem mit dem übelriechenden Schweißgeruch kann zudem vorübergehend (je nach Wirkungsgrad und Dauer des jeweiligen Deodorants) behoben werden, jedoch wird das grundsätzliche Schwitz-Problem dadurch nicht gelöst, sondern hauptsächlich nur „übertüncht“.
 
 
Bestandteil Alkohol in Deodorants
Kleiner Tipp: Deodorantien die einen hohen Anteil an Alkohol enthalten arbeiten oft mit beigemischten Parfümstoffen. Gerade aber diese Parfümstoffe überlagern nur den Schweißgeruch mit einer blumigen Note. Zusätzlich dazu kann der Alkohol die Haut reizen und Beschwerden hervorrufen.
 

Bilder:
© Monkey Business - Fotolia.com (oben)
© Bernd_Leitner - Fotolia.com (unten)

 

 

Author: admin
Stand: 26.01.2010