Krankhaftes Schwitzen
Anzeichen einer Hyperhidrose erkennen

Urplötzlich ist der ganze Körper mit Schweiß bedeckt oder der Achselschweiß ist kaum noch zu stoppen. Wer unter einem plötzlichen Schweißausbruch leidet, hat manchmal gar keine Ahnung davon, dass er von einer Hyperhidrose betroffen ist. Unter Hyperhidrose (lat. Hyperhidrosis) versteht man eine krankhafte Form des Schwitzens, die weit über das übliche Maß der Regulierung der Körperwärme hinausgeht.
Die Schweißproduktion wird bis zu einem sehr unangenehmen Maß angekurbelt. Betroffene müssen mit unterschiedlich schwierigen Situationen klar kommen.
Klassische Symptome
Grundsätzlich ist die Form und Ausprägung des krankhaften Schwitzens sehr individuell. Doch eine Gemeinsamkeit gibt es: Für die meisten Betroffenen ist die psychische Belastung unerträglich hoch und der Leidensdruck steigt. Schließlich zeigt niemand gerne Schweißfleckenauf dem T-Shirt. Auch das Händeschütteln mit einer triefnassen Hand wird zur Tortur und ist alles andere als angenehm. Im Zusammenhang mit dem krankhaften Schwitzen (Hyperhidrose) berichten Betroffene oftmals über diese unterschiedlichen Symptome und Folgen der Erkrankung:
- Plötzliche Schwitzattacken
- Unangenehmer Feuchtigkeitsfilm auf der Haut
- Wasser tropft vom Körper ab
- Starke Schweißflecken unter den Achseln
- (innen)durchgeweichte Schuhe
- Nasse Oberbekleidung
- Ohne ersichtlichen Grund (normale Auslöser wie hohe Außentemperaturen, extremer Stress oder Aufregung) kommt man schnell ins Schwitzen
- Verzicht auf Körperkontakt
- Salzränder auf der Bekleidung
Formen des übermäßigen Schwitzens
Hyperhidrose kann nicht nur an bestimmten Körperstellen auftreten sondern auch den ganzen Körper betreffen. Man unterscheidet prinzipiell zwischen zwei Arten:
- Primäre Hyperhidrose – tritt unabhängig von einer anderen Krankheit auf
- Sekundäre Hyperhidrose – tritt als Begleiterscheinung einer anderen Grunderkrankung auf oder wird ausgelöst durch eine bestimmte Situation (z. B. Stress oder Angst).
Mögliche Ursachen bei Schweißausbrüchen
Die erhöhte Schweißbildung hat bei der sekundären Hyperhidrose externe Auslöser. Als Ursachen kommen in Betracht:
- Neurologische Probleme
- Vererbung
- Übergewicht
- Diabetes
- Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
- Veränderungen des Hormonhaushalts
- Tumorerkrankungen
- Wechseljahre (Klimakterium)
- Psychische und psychiatrische Erkrankungen
- Medikamente
Betroffene Körperstellen
Wer mit einem Schwitzproblem zu kämpfen hat bemerkt schnell: Es gibt nicht nur die Einteilung in die primäre oder sekundäre Hyperhidrose. Die Lokalisation der betroffenen Körperstellenist ein weiteres Kriterium zur Feststellung, um welche Form der Hyperhidrose es sich handelt. Generell unterscheidet man zwischen:
- Fokale Hyperhidrose – schwitzen an einer bestimmten Körperstelle (eine Kombination der betroffenen Stellen ist möglich)
- Generalisierte Hyperhidrose – schwitzen am ganzen Körper
Achselschweiß, Fußschweiß und Co.!
Das Schwitzen an einer bestimmten Stelle (Fokale Hyperhidrose) wird noch deutlicher definiert, je nachdem welches Körperareal genau betroffen ist. Das betrifft meistens Bereiche, die über ein hohes Aufkommen an Schweißdrüsen verfügen. Es gibt folgende gängige Lokalisationen, die wie folgt bezeichnet werden:
- Hände: Hyperhidrosis manuum oder Palmare Hyperhidrose
- Achseln: Hyperhidrose axillaris
- Kopf und Hals: Hyperhidrosis facialis
- Stirnbereich: Hyperhidrosis faciei
- Rumpf: Trunkale Hyperhidrosis
- Füße: Hyperhidrosis peduum oder Plantare Hyperhidrose
Was tun gegen Schwitzen?
Die überdurchschnittlich hohe Transpiration im Fokus der Hyperhidrose ist kein rein kosmetisches Problem, sondern sollte je nach Ausmaß gezielt behandelt werden. Ihr Hausarzt kann verschiedene Behandlungsmethoden vorschlagen. Entsprechende Therapien helfen die Krankheit einzudämmen. Neben einfachen kosmetischen Hilfsmitteln kommen Arzneimittel und spezielle Heilverfahren oder Operationen in Frage.
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